Aufgabe mit Bravour gelöst

von Redaktion

Zum Artikel „Endlich wead wieda ozapft“ (Regionalteil):

Habedehre und Griaß God Herr Simeth, Reschbekt und Chapeau fia Eahnan Artikel. Sauwa sog i, so schee so, herzerfrischendes Boarisch und sovui bärige, zinftige und krachade Begriffe drin – do legst de nieda. Do wearn se manche Leser vadammt schwar doa mitm Lesn. Aba d’Leit san ja vorgwarnt worn: „Mundart – kein leichter Lesespaß“. I hobn auf jeden Foi ghabt, den Spaß beim Lesn – und wia, hischmeissn hätt i mi kenna. Zwoa konstruktiv-kritische Anmerkungen hätt i allerdings – wanns recht is?

Dog (fian Tag), da mit langem „o“ gesprochen, schreib i dees gern mit zwoa „oo“, oiso „Doog“. Gleichzeitig koa Vawechslungsgefahr mit dem englischn Hund… wia a beim „Blootz“ oder a beim „Brootz“. Und jetzad, der oide „Diskurs“ mit dem „ü“. Gibts dees „iwahaupt“ (ned überhaupt) im Bairischen? Eigentli ned, außa bei Eigennama. Auf jeden Foi daad i sogn, weida so, ned luck lassn! Nix fia unguad und de Bairische Sprach und ihre Dialekte miassn ma unbedingt pflegn, so wia Sie dees damit gmacht hamm.

Karl Simon

Ebenhausen

Bairischen Dialekt zu sprechen ist für die meisten Einheimischen selbstverständlich. Den Dialekt zu Papier zu bringen, ist schon sehr viel schwieriger. Redakteur Ludwig Simeth hat diese Aufgabe in seinem Wiesnauftaktbericht mit Bravour gelöst.

Neben der „aufdaggldn Bixlmadam“, dem „krachadn Gscheadhamme“, der „gschnappigen Kwadrat-ratschn“ und dem „gwampadn Uhu“, hat er viele weitere bairische Kraftausdrücke eingebaut, und man kommt aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Ich erlaube mir als Ergänzung drei Sätze zu bringen, die der eine oder andere schon kennen mag. Wie ich vielfach feststellen konnte, haben aber auch Einheimische Probleme, sie im Dialekt fehlerfrei auszusprechen: Mein Spezi hat das Speckbesteck zu spät bestellt („Mej Schbezi hods Schbeckbschteck z’schbad bschdeid“). Sobald Sie einen Schnupftabak hätten, würden Sie ihn schnupfen („Boi s’ an Schmai hän, schnupfadnsn“). Die Katze bescheißt die Späne, die Katze hat die Späne beschissen („D‘ Katz b’scheißt d’Schbaa, d‘ Katz hod d’Schbaa b’schissn“).

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

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