Zum Bericht „Mehrere Asylbewerberunterkünfte in Rosenheim und Umgebung unter Quarantäne“ (Regionalteil):
Als zunächst zwei Asylbewerberunterkünfte in Rosenheim unter Quarantäne gestellt worden waren, nachdem zahlreiche Bewohner positiv auf Corona getestet worden waren, wurden wenige Tage später vorsichtshalber auch die Asylbewerberunterkünfte in Brannenburg und am Samerberg unter Quarantäne gestellt. Dort hatte es nämlich einen intensiven Kontakt mit einer positiv auf das Virus getesteten Person gegeben. Da fragt man sich natürlich schon, wie so etwas möglich ist.
Wie zu lesen war, hatte es häufig Besuche von Asylbewerbern in anderen Unterkünften gegeben. Großeltern war es wegen der Corona-Gefahr untersagt, ihre Enkel zu besuchen, Asylbewerber dagegen konnten offensichtlich in anderen Unterkünften Freunde und Bekannte besuchen. Was haben sich dabei eigentlich die Betreuer gedacht? Sind sie nicht auf die Idee gekommen, dass damit die Ausbreitung der Corona-Pandemie massiv gefördert wird und die Gesundheit und das Leben vieler Menschen aufs Spiel gesetzt werden?
Besonders amüsiert hat mich die Zusage der Stadt Rosenheim, dass der Zugang von Reinigungspersonal zu den Asylbewerberunterkünften gewährleistet bleibt. Man könnte ja meinen, dass die Bewohner jetzt doch wohl genügend Zeit hätten, um ihre Unterkünfte selber zu putzen. Stattdessen wird das Putzpersonal der Gefahr einer Corona-Infektion ausgesetzt.
Richard Eder
Stephanskirchen