Viel Lob für das Aschauer Seniorenheim und den Heimleiter

von Redaktion

Zum Bericht „Viele Tote, wenig Schutz? Massive Vorwürfe gegen Aschauer Pflegeheim“ (Regionalteil):

Mein Vater hat vier Jahre im Seniorenheim Priental gelebt, ist an Ostern verstorben. Da meine Mutter und ich ihn jede Woche mehrmals besucht haben, kennen wir Heim und Pflegepersonal sehr genau. Es stimmt mich traurig und zugleich wütend, jetzt solche Negativ-Schlagzeilen darüber zu lesen. Es stimmt so nicht. Sowohl Herr Rohrmüller wie auch das Pflegepersonal, das meinen Vater betreut hat, machen einen wirklich guten Job, mehr noch, ich hatte oft den Eindruck, besser kann man nicht betreut werden. Mein Vater fühlte sich aufgehoben, es gab ihm Sicherheit, Menschlichkeit und Zuwendung waren immer extrem spürbar. Mit Covid-19 konnte niemand rechnen, es war da, ziemlich plötzlich. Aber auch dann wurden wir permanent telefonisch und liebevoll über den Gesundheitszustand meines Vaters informiert von einer mehr als engagierten Pflegerin, die bis zur Erschöpfung gearbeitet hat. Herr Rohrmüller und das Team haben gemacht, was möglich war, mit solchen Negativ-Nachrichten sollte man vorsichtiger sein, wenn man den Betrieb nicht über Jahre erlebt hat.

Nanni Henze

Aschau

Mit großem Entsetzen haben wir ihren Artikel gelesen und fragen uns, was in manchen Personen vorgeht, dass man so haltlose Vorwürfe in die Welt setzt. Wir erlauben uns zu dem Beitrag folgende Bemerkungen: Wir arbeiten alle im Pflegeheim Priental in Aschau und können nicht nachvollziehen, dass ein oder einige unserer Mitarbeiter in dieser sehr schweren Zeit ihre Energie dahingehend verwenden, unsere Vorgehensweise, unsere Arbeit und besonders unseren Heimleiter anzuklagen. Auf eine Art und Weise, die wir im höchsten Maße unkollegial empfinden. Wir haben mit der Pandemie gerade eine Ausnahmesituation, in der wir alle an unsere Grenzen kommen und wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen. Herr Rohrmüller hat in unseren Augen immer die richtigen Entscheidungen getroffen und auch für uns die richtigen Worte gefunden. Wir hatten so viele traurige Momente zu verkraften, mussten uns von lieb gewonnenen Bewohnerinnen und Bewohnern, die wir jeden Tag pflegten und betreuten, verabschieden. Wir als Mitarbeiter des Seniorenheims weisen die völlig haltlosen Vorwürfe gegenüber der Heimleitung ausdrücklich zurück. Die zuständigen Aufsichtsbehörden sowie Bürgermeister Peter Solnar hatten diese ebenfalls entkräftet. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Menschen, die uns geholfen haben und uns immer noch unterstützen! Herausforderungen gibt es viele, diese schaffen wir nur gemeinsam, wenn wir zusammenhalten und uns unterstützen! Mit positivem, vertrauensvollem Denken und Handeln!

Cristina Wimmer, Sebastian Pellkofer, Sandra Frömter

Mitarbeiter des Seniorenheims

Es ist bitter, dass auch im Seniorenheim Aschau viele Bewohner mit Covid-19 gestorben sind und dass sie ihren letzten Weg isoliert und ohne den tröstenden Beistand ihrer Angehörigen und Bezugspersonen gehen mussten. Betroffen macht mich auch, dass jemand aus dem Mitarbeiterkreis öffentlich und anonym den Heimleiter als Einzigen verantwortlich macht und dessen Ruf und Existenz leichtfertigst gefährdet. Dass diese Personen nicht mit ihrem Namen hinter diesen Anschuldigungen stehen, bringt auch alle übrigen Mitarbeiter in Misskredit. Viele haben sich davon auch schon vehement distanziert. Ich bin Krankenschwester. Ich habe schon im Seniorenheim Priental gearbeitet und kenne Herrn Rohrmüller seit vielen Jahren. Ich schätze seine Kompetenz, seine Freundlichkeit, sein Wohlwollen und seine Loyalität seinen anvertrauten Bewohnern und auch den Mitarbeitern gegenüber.

Johanna Bielmeier

Aschau

Schon seit den 1970er-Jahren treue Leserin der OVB-Heimatzeitungen, fühle ich mich jetzt erstmals richtig genötigt, einen Leserbrief zu schreiben. Die Überschrift im oben genannten Artikel entspricht nicht dem Inhalt Ihres Artikels! Auch mich erreichen immer wieder Nachrichten, wie sich ganz viele – auch ehrenamtlich und mit viel Fantasie und Herzblut – im Aschauer Seniorenheim Priental einbringen, und wie sich das Personal einsetzt in diesen Krisenzeiten. Deshalb meine Meinung: Diese reißerische Überschrift ist nicht gerechtfertigt. Und vielen Lesern wird es wie mir gehen: Das Negative bleibt haften, nicht die gewaltigen Bemühungen, die Krise zu bewältigen, die dann im Artikel beschrieben werden. Schade drum!

Monika Franzke

Sachrang

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