Zur Berichterstattung im Fall Stöttner (Regionalteil/Leserbriefe):
Ist das Qualitätsjournalismus? Seit Mitte April berichtet Herr Kotter regelmäßig, zumeist ganzseitig auf der Titelseite des Heimatteils, über die von ihm sogenannte „Causa Stöttner“. Auch zwei Kommentare zu seinen eigenen Berichten hat er verfasst. Nachdem laut Prüfbericht des Rechnungsprüfungsamtes jedoch keine vergaberechtlichen Verstöße festgestellt werden konnten und auch die behaupteten „Ungereimtheiten“ im Zusammenhang mit einem Konkurrenzangebot von der Allianz nachvollziehbar erläutert werden konnten, kommen von Herrn Kotter weiterhin keine Fakten, nur immer weitere Mutmaßungen über einen Skandal, der keiner ist. Alleine die andauernde Berichterstattung über dieses Thema wird ihre Wirkung auf einen Teil der Leserschaft nicht verfehlen.
Aber das scheint auch das Ziel zu sein, das Herr Kotter verfolgt, wie aus seinem Kommentar vom 1. Juni nur allzu deutlich zu erkennen ist. Damit hat sich Herr Kotter nun aber endgültig vergaloppiert. Häufigkeit und Aufmachung der Berichterstattung stehen in keinem Verhältnis zur Relevanz des Themas. Diese kampagnenhafte Berichterstattung entspricht meines Erachtens in keinster Weise den ethischen Standards des Journalismus und dem Pressekodex des Deutschen Presserates.
Als jahrzehntelange OVB-Leserin wünsche ich mir faktenbasierte Recherche und verantwortungsvolle Berichterstattung, keine Pseudo-Sensationsmeldungen in Revolverblatt-Manier.
Karin Miersch
Riedering