Prophetische Wortevon König Ludwig II.

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Planungen für den Brenner-Nordzulauf (Regionalteil):

König Ludwig II. liebte und beschützte sein Bayernland im Rahmen der Möglichkeiten, die man ihm ließ. Aus dem Jahr 1878, als der Bau einer Fernbahn von Kempten über den Fernpass ins Inntal geplant war, ist folgendes Zitat des Königs überliefert: „Ich halte dafür, dass das Glück der Völker nicht in der Menge der Eisenbahnen liegt. Auch nicht die Zukunft Bayerns und Tirols. Man soll mir die idyllische Einsamkeit und die romantische Natur, deren malerische Schönheit im Winter noch ungleich größer ist als im Sommer, nicht durch Eisenbahnen und Fabriken stören. Auch für zahllose andere Menschen, als ich einer bin, wird eine Zeit kommen, in der sie sich nach einem Lande sehnen und zu einem Fleck Erde flüchten, wo die moderne Kultur, Technik, Habgier und Hetze noch eine friedliche Stätte weit von Lärm, Gewühl, Rauch und Staub der Städte übrig gelassen hat.“

Prophetische Worte fürwahr. Möge da unseren Politikern Artikel 141 der Verfassung des Freistaates Bayern in den Ohren klingen. Er ist mehr als ein „Schwammerlparagraf“. Gesetzgeber und Behörden verpflichtet er, mit unseren Naturgütern schonend und sparsam umzugehen und Orts- und Landschaftsbilder zu erhalten. Auch das Bundesnaturschutzgesetz enthält ein Verbot, Natur und Landschaft zu verschlechtern. Wenn sich unsere Politiker und Staatsbeamten von den Vorgaben der oben genannten Gesetze leiten lassen, werden sie umdenken und den Brenner-Nordzulauf „auf alten Trassen“ planen.

Hans-Peter Kreuzer

Stephanskirchen

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