Zum Bericht „Rott will keine Vereinnahmung“ (Regionalteil):
Bei der friedlichen Demo, organisiert von den Jusos Rosenheim, Wasserburg bunt und anderen Organisationen, ging es keineswegs um eine Vereinnahmung des Rotter Protestes gegen die geplante Unterkunft für Flüchtlinge durch linke Extreme. Aber alle Demokraten haben die Pflicht, sich dort einzumischen, wo Antidemokraten, Rassisten und Volksverhetzer auftauchen. Überall, in der ganzen Bundesrepublik, stehen die Menschen auf, um zu zeigen, dass Deutschland sich zu seinen Werten bekennen und diese auch verteidigen muss. Deshalb und nur deshalb waren wir dort. In Rott aber wird dies als eine Instrumentalisierung durch „Extreme von links“ gesehen. Wo bitte schön, waren diese „linken Extreme“? Hat sich der Gewerbeverband in Person von Herrn Ametsbichler die Protestierenden angeschaut? Wenn ja, hätte er neben „Omas gegen rechts“ ganz viele Mitglieder lokaler Vereine, Azubis, Schülerinnen und Schüler, Mitglieder aller demokratischen Parteien, Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen, also die Mitte unserer Gesellschaft als Teilnehmer/innen erkannt. Ist dieses Engagement etwa deshalb in Misskredit geraten, weil sich die Antifa dem Protest angeschlossen hat? Alle gemeinsam und überall müssen wir das Land gegen faschistoiden Gedanken, wie die einiger AfD-Politiker, verteidigen. Sonst hätten wir nichts aus der Geschichte gelernt und müssen sie schlimmstenfalls wiederholen. Auch in Rott.
Jürgen Scheller
Reitmehring