Zur Berichterstattung zum Brenner-Nordzulauf und zum Interview „Sensibles Vorgehen im Inntal erforderlich“ mit Bayerns Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten,
Michaela Kaniber (Regionalteil):
Den Bedarf für die Strecke an sich werden wir den Gutachtern nicht widerlegen können, auch wenn dieser tatsächlich nicht vorhanden ist. Herr Feindor hat hier meines Erachtens absolut recht. Aber es sollte dann die vernünftigere Lösung gewählt werden. Dies ist meines Erachtens die ursprünglich geplante Trasse von Wörgl aus über Tölz nach München. Diese wäre mindestens um ein Drittel kürzer und billiger.
Bei dieser Trassenführung hätte man viel weniger Querungen als im Inntal zu meistern und auch aus diesem Grund sollte diese Trasse wieder in die Planung aufgenommen werden. Das Argument, Rosenheim würde abgekoppelt werden, ist Unsinn. Die bestehenden Gleise werden ja nicht entfernt.
Franz Baumann sen.
Rosenheim
Es ist zu kurz gesprungen, wenn Staatsministerin Kaniber beim Brenner-Nordzulauf ein sensibles Vorgehen im Inntal fordert. Viel entscheidender ist ein faktenbasiertes, verantwortungsvolles politisches Handeln in München und Berlin. Dann wäre das Ergebnis klar: „Nein“ zum Neubau einer irrwitzigen Hochgeschwindigkeitsstrecke. „Ja“ zu einer schnelleren, billigeren, nachhaltigeren Alternativvariante, die sich am Bestand orientiert. Es reicht nicht, uns die besondere Situation im Inntal zu schildern. Die kennen wir selber besser. Wenn man vom Flächensparen und von Landschaftsschonung spricht, muss man die Pläne für eine Mammutbaustelle, die die Landwirtschaft und den Tourismus auf Dauer massiv schädigen, stoppen. Für beide Bereiche sind Sie, Frau Kaniber, in Ihrer Funktion als Ministerin zuständig. Lassen Sie sich von der Bahn nichts vormachen, stellen Sie sich auf unsere Seite!
Regina Ramthun
Lauterbach/Rohrdorf