Zur laufenden Berichterstattung über den Brenner-Nordzulauf (Regionalteil):
Erst seit wenigen Tagen weiß ich, dass die Trasse des geplanten Brenner-Nordzulaufs in zwei zweigleisigen Tunneln unterhalb der Elisabeth-Höhe in Kiefersfelden, auf der ich wohne, und unter dem Hof des Nachbarbauern durchgeführt werden soll – früher laut OVB unterhalb von Gut Laiming in Kiefersfelden. Am Montag, 17. Januar, wurden zweimal, schon im Dunkeln, wohl Probebohrungen für eine geologische Expertise etwa 200 Meter vom Haus entfernt durchgeführt. Auf dem Balkon fühlte ich ein Vibrieren – bei kleinem Bohrkern und nicht großer Gesteinsfräse, deren starke Schwingungen im Inntal, einem Endmoränengebiet, bei dem Schotter auf Fels trifft, wohl nicht so leicht abgeleitet werden könnten. Erdbebengefahr? In Kirnstein/ Flintsbach wurde beim Autobahnbau ein Gletscherschliff aus Verkennung des Wertes großteils weggesprengt, statt beispielsweise eine Brücke darüber zu führen. In Luzern in der Schweiz kostet die Besichtigung der wunderschönen Strömungsformen eines winzigen Gletschergartens Eintritt. Dazulernen und Erhalt des Bestehenden?
Etwa 40 Meter dicke Böden oberhalb eines Tunnels und der nachwirkenden Abstrahlung vieler Volt ausgesetzt, trocknen wohl leichter aus. Auswirkungen auf die Vegetation? Die Vitalität? Den Lebenserhalt? Die Erde ist mit all ihren Bewohnern – Stein, Pflanze, Tier, Mensch – ein Lebewesen! Lange wussten die Menschen daher vom „kleinen Volk“, den Elfen-Völkern, zumindest noch in Sagen. Ohne ihr Zuhause verarmen Elf und Mensch, bis hin zur Volksgesundheit! Wollen wir noch mehr ein „Blumentopf-Leben“ führen, statt gut in Mutter-Vater-Erde verwurzelt zu sein? Es geht um mehr als „nur“ die schlimmen Auswirkungen auf die direkt Betroffenen, die Schöpfung ist EIN Lebensgewebe! Bedarfs- und Finanzierungsnachweis? Eine Überhitzung braucht Abkühlung durch Besonnenheit!
Gabrielle von Kapff
Kiefersfelden