Aschau – Das Baugebiet „Am Wiesengrund“ soll erweitert werden. Dazu muss in einem ersten Schritt der Flächennutzungsplan geändert werden. Hier sind derzeit landwirtschaftliche Flächen eingezeichnet. Daraus soll ein allgemeines Wohngebiet werden, in dem auch „eine gewisse gewerbliche Nutzung zulässig ist“, wie Bürgermeister Alois Salzeder ausführte.
Architekt Hans Hertreiter stellte den Entwurf zur elften Änderung des Flächennutzungsplanes vor.
Daniela Reingruber monierte, dass ihr bei dem Entwurf eine Durchgrünung der Fläche fehle. Die Landschaftsarchitektin plädierte leidenschaftlich dafür, dass eine großzügige Grünfläche miteingeplant werde, was beispielsweise auch der Reinhaltung der Luft zugutekäme. „Ich fände es schrecklich, wenn alles nur komplett bebaut wird.“ Sie machte zudem darauf aufmerksam, dass die Gemeinde so gut wie keine eigenen Grünflächen habe. Ihr Plädoyer stieß allerdings auf wenig Gegenliebe. So meinte Lorenz Salzeder: „Wenn wir hier eine Grünfläche einplanen, dann brauchen wir gleich kein Baugebiet ausweisen.“ Walter Kirsch erinnerte daran, dass die Gemeinde sowieso Ausgleichsflächen für die neue Bebauung ausweisen müsse. Bürgermeister Salzeder ergänzte, dass die Besitzer, wie in anderen Baugebieten auch, sowieso für Grün sorgen würden.
Gegen die Stimmen von Daniela Reingruber und Gertraud Langbauer billigte der Gemeinderat den Vorentwurf. Die Verwaltung wurde beauftragt, als nächsten Schritt die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung durchzuführen.
Anschließend stellte Planer Hans Hertreiter die aktuelle Fassung des Bebauungsplanes für das Baugebiet „Am Wiesengrund 2. Erweiterung Ost“ vor. Bereits im Juni hatte sich der Gemeinderat auf die Variante Ringstraße verständigt. Jetzt ging es darum, weitere Festsetzungen, wie zum Beispiel die Gebäudehöhen, die Abmessungen der Garagen oder Fragen des Lärmschutzes zu treffen. Für das große Grundstück am Eingang des neuen Baugebietes, auf dem ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen soll, wurde nach intensiver Diskussion festgelegt, dass das Gebäude gegliedert und in L-Form erstellt werden soll.
Zudem wurde festgelegt, dass bei den Mehrfamilienhäusern Tiefgaragen erforderlich seien. Der Entwurf wurde einstimmig abgesegnet. Im nächsten Schritt wird hier die Verwaltung ebenfalls die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung in die Wege leiten. hsc