Waldkraiburg – Vor allem bei „Starkverkehr“, so heißt das Weihnachtsgeschäft bei der Post, gibt es beim Beladen Schwierigkeiten, so Erwin Nier, Pressesprecher der Post in München. 25 Zustellfahrzeuge drängeln sich nach seinen Worten dann auf der Hoffläche. Fahrzeuge parken in zweiter Reihe, es gibt Probleme beim Ausfahren und Rangieren. „Das kostet Zeit und macht Stress.“
Und aller Voraussicht nach wird das Paketaufkommen in Folge des expandierenden Onlinehandels weiter steigen, auch in Waldkraiburg. In den vergangenen Jahren verzeichnete bundesweit die gesamte Branche laut Nier jährliche Steigerungsraten von fünf bis sieben Prozent. Bei der Deutschen Post/DHL sei die Zahl der Pakete innerhalb eines Jahrzehnts von zwei Millionen auf zuletzt 3,8 Millionen täglich gestiegen. Seit den 1950er-Jahren war „die Post“ am Berliner Platz. Die Postfiliale ist bereits im Sommer 2016 umgezogen. Am bestehenden Zustellstützpunkt will das Unternehmen mangels Alternative bis auf Weiteres festhalten. Der Mietvertrag ist nach Angaben Niers unbefristet.
Niers bedauert, dass sich der Neubau an der Bayernbrücke zerschlagen hat. Aus Sicht des Unternehmens wäre der Standort ideal gewesen, gerade auch im Hinblick auf die notwendige Erweiterung. So sollte der Hof zum Beladen für 30 bis 35 Fahrzeuge Platz haben. So viele werden künftig wohl bei Starkverkehr vor Weihnachten gebraucht.
„Wir sind weiter auf der Suche nach einem geeigneten Objekt, das ein Investor entwickeln kann.“ Das Unternehmen favorisiert unverändert einen Standort im Stadtgebiet, denkbar sei etwa auch das Industriegebiet, schon deshalb, weil dort der Schwerlastverkehr zwischen 6 und 8 Uhr nicht zu Problemen mit Anliegern führt.
„Alles was außerhalb Waldkraiburgs liegt, bedeutet mehr Wegeleistung“, so Nier. Dem Zustellstützpunkt sind neben der Stadt Waldkraiburg auch die Gemeinden Aschau, Heldenstein, Jettenbach, Kraiburg, Oberneukirchen, Rattenkirchen, Reichertsheim und Taufkirchen zugeordnet.