Kraiburg – Musiker-Vorstand Sepp Wilhelm freute sich, dass diese Premiere im neu renovierten Saal nun möglich ist. „Vielleicht war es ein Ansporn, dass wir unser 33-jähriges Jubiläum hier begehen wollten“, so Wilhelm, der dem Taufkirchner Bürgermeister für die „Herberge“ in den letzten Jahren dankte sowie der Marktgemeinde für die nun „heimische Unterkunft“. Los ging es.
Der „Maxglaner Zigeunermarsch“ erinnerte an das Eröffnungslied der WM 2006, bevor das instrumentale Zusammenspiel bei „Pomp and Circumstance No. 1“ als Marsch-Medley erfreute. Launig und mit witzigen Anekdoten führten die Bläser Sebastian Hell und Michael Joschko als Moderatoren durch das Programm.
„Die Blaskapelle
ist zurück.“
Bürgermeister Heiml
In ein Gaudi-Potpourrie von 30 Marsch-Einsätzen artete das Stück „Marsch Konfetti“ aus, bei dem die Musikanten spielten, was sie wollten und den Dirigenten sogar als „Feuerwehr-Kapelle“ zur Weißglut brachten, bis er die Noten zerriss und in die Pause flüchtete.
Großer Beifall erfreute ebenso die rund 20-köpfige Jugendkapelle, als sie mit ihrem Dirigenten Wolfgang Joschko die Bühne betraten. Mit ihren musikalischen Darbietungen, angesagt von Andi Schillmaier, begeisterten sie das Publikum. Das poppige „They don’t care about us“ gehörte ebenso zu ihrem Repertoire wie auch die bekannte „Ambosspolka“. „Lebende Star Wars-Figuren“ traten bei der eindrucksvoll gespielten „The Star Wars Saga“ auf und bereicherten den Part, ehe bei der flotten Zugabe „Fliegermarsch“ fleißig mitgeklatscht wurde.
Vorstand Sepp Wilhelm ehrte zusammen mit Jugendleiter Wolfgang Joschko, Bürgermeister Dr. Herbert Heiml und Walter Steigthaler, Bezirksleiter vom Musikbund Ober-/Niederbayern, mit Nadeln und Urkunden fünf junge Musikanten, die ein Leistungsabzeichen absolviert haben (Bericht folgt).
„Die Blaskapelle ist zurück“, freute sich Bürgermeister Dr. Herbert Heiml, gratulierte zum Jubiläum und stellte heraus, dass der Saal nicht zum Selbstzweck renoviert wurde, sondern besonders für Vereine und die Musik bereit steht.
„Multitasking“ bewiesen einige Musiker und ihr Dirigent, der bei der Sonder-Einlage „Er hat sie im Griff“ ebenso sein Können unter Beweis stellte und mit Zehen und Fingern „agierte“, freischwebend gehalten von „seinen Untertanen“.
Schwungvoll mit Tempo ertönte beim zweiten Teil der Instrumentalisten das mexikanische „Concerto de Mariachi“, gefolgt von der Rockoper „Jesus Christ Superstar“ mit Solis. „Fluch der Karibik“ bildete das Piraten-Filmmusik-Medley und vom Drachen „Tabaluga“ erzählte das Musical „Nessaja“. Schlussakzente mit Soloklängen verschiedener Instrumente setzten das „The Best of Bond“ sowie die Rock-Ballade „Music“, einer Hommage an die Musik. Nach dem von Rainhard Fendrich interpretierten „I Am From Austria“ als Zugabe und der umgedichteten „Tiroler Hymne“ als „Kraiburger Heimatlied“ mitgesungen setzte Applaus der zahlreichen begeisterten Besucher ein und belohnte die Akteure.