Aschau/Waldkraiburg – Das Thema Naturbad liegt in der Gemeinde Aschau auf Eis. Das Ausloten der möglichen Standorte, etwa in Waldwinkel, stieß bei so manchem Anwohner auf wenig Gegenliebe, resümierte Bürgermeister Alois Salzeder in der Bürgerversammlung. Er nannte etwa die mögliche Lärmbelästigung als Grund.
Er kam auf die Option, gemeinsam mit der Stadt Waldkraiburg im Bereich zwischen der Mü 25 und der Stadtgrenze Waldkraiburgs ein „interkommunales Bad“ zu realisieren, zu sprechen. Sein Amtskollege Robert Pötzsch hatte in der Versammlung des Fördervereins für das Waldbad schon einige Zahlen und Eckdaten genannt (wir berichteten).
Salzeder könnte sich eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. Die Kostenschätzung für einen Neubau liege bei rund 8,5 Millionen Euro – „recht viel weniger kostet die Sanierung des Waldbades auch nicht“, so Salzeder. Und die Investitionen würden sich auf zwei Kommunen aufteilen, ebenso der Unterhalt. In welchem Verhältnis – darüber ließ er sich nicht aus.
Er habe Verständnis, dass manche Leute so ums Waldbad kämpfen, das inzwischen stark sanierungsbedürftig ist. „Das Waldbad war immer ein tolles Bad, auch die Aschauer sind immer gern hingegangen“, so Salzeder. Er hob Vorteile, eines interkommunalen Projektes, das er toll fände, hervor.
Beheizt werden könnte das Bad mit der Waldkraiburger Geothermie, „ein kostengünstiger Energieträger. Wenn wir das Grundstück kriegen, wär das eine tolle Chance“.
Die Verkehrsanbindung koste laut Pötzsch 500000 Euro; die Staatsstraße müsse gequert werden – und der Freistaat beteiligt sich nicht. Die Anbindungskosten von Aschau dürften erheblich niedriger sein, weil man nur eine Radlunterführung brauche sowie zum Beispiel eine Linksabbiegespur.
Er will auf jeden Fall in Verhandlungen bleiben. „Wenn das nicht klappt, müssen wir in Aschau und im Gemeinderat wieder neu über das Naturbad reden“, schließlich hätten sich die Bürger, in der Umfrage, die dazu durchgeführt wurde, für ein Bad ausgesprochen.
In der anschließenden Fragestunde äußerte sich einzig der Litzlkirchener Engelbert Kölbl, wie sehr er sich freuen würde, wenn das Projekt mit Waldkraiburg gemeinsam umgesetzt werden könnte. Als niemand Beifall klatschte, bemerkte Salzeder trocken, „die Freude ist ja groß“. Weitere Berichte aus der Bürgerversammlung folgen auf Seite 21 und in den nächsten Ausgaben.kla