Waldkraiburg/Haag – Verlässt die Firma Netzsch den Standort Waldkraiburg und zieht auf das Schletter-Gelände in Kirchdorf nördlich der B12 bei Haag? Seit einigen Wochen prüft das Unternehmen diese Option, auch die Belegschaft wurde in der Betriebsversammlung bereits entsprechend informiert. Endgültig entschieden sei darüber noch nicht, sagt Geschäftsführer Jens Niessner auf Anfrage unserer Zeitung. Spätestens bis Weihnachten soll es Klarheit geben. Doch mittlerweile ist laut Niessner der Verbleib in Waldkraiburg wahrscheinlich geworden.
Das Firmengelände bei Haag, das der Waldkraiburger Hersteller von Pumpen und Fördersystemen übernehmen wollte, entspricht nicht allen Anforderungen, müsste saniert und umgebaut werden.
Attraktiv ist aus Sicht des Waldkraiburger Maschinenbauers, der am Standort 610 Mitarbeiter beschäftigt, die Möglichkeit, auf dem Schletter-Gelände alle Werke, Lager und Zwischenlager an einem Standort zusammenführen zu können. Gegen diese Option hatte gesprochen, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren im Werk I an der Geretsrieder Straße einen zweistelligen Millionenbetrag investiert hatte.
Seit 55 Jahren
in der Stadt
Seit 55 Jahren ist die Firma in Waldkraiburg ansässig. 1962 wurde die Netzsch Mohnopumpen GmbH in der Liebigstraße gegründet.
Sollte der Umzug nach Haag nicht realisiert werden, werde das Unternehmen die Waldkraiburger Standorte auf dem Gelände an der Geretsrieder Straße zusammenführen, sagt der Geschäftsführer. Das Werk I in der Liebigstraße wird dann abgerissen und in ein Wohngebiet umgewidmet. Dies wird laut Niessner allerdings erst in einigen Jahren ein Thema werden. Um einen alternativen Standort will sich das Unternehmen nicht bemühen. Das schließt der Geschäftsführer aus.hg