Freiraum 36

Jetzt muss die Stadtbau entscheiden

von Redaktion

Waldkraiburg – Warten aufs Christkind? So lange wird es vermutlich nicht mehr dauern, bis die Vereine im „freiraum 36“ wissen, woran sie mit dem Vereinshaus in der Aussiger Straße 36 sind. Laut Bürgermeister Robert Pötzsch wird der Aufsichtsrat der Stadtbau GmbH wohl in seiner nicht öffentlichen Sitzung am 8. Dezember die Weichen stellen.

Bleibt das Gebäude der Stadtbau GmbH langfristig die Heimat der Vereine, vom Tanzsportclub bis zum Bildungsverein „Kaleidoskop“, oder wird das Haus nach einem Jahr Probebetrieb aus Kostengründen dicht gemacht? Auch eine Informationsversammlung in dieser Woche hat diese Frage nicht beantwortet. Bürgermeister Robert Pötzsch, der künftige Stadtbau-Chef Götz Keßler und der kaufmännische Leiter Michael Niemeyer trafen sich dazu mit Mitgliedern des Dachvereins und Vertretern von 14 Vereinen und Organisationen, die das Haus bereits nutzen.

„Wir wollen den Vereinen eine Unterkunft bieten“, sagt Bürgermeister Pötzsch. Er hat den Eindruck mitgenommen, dass sich „die Vereine reinhängen und versuchen, das Haus zu beleben“. Es gebe auch Anfragen von anderen Vereinen, und die Stadt denkt daran, Räume als Lagerflächen mit zu nutzen. Nicht weniger als 30 zwischen 70 und 130 Quadratmetern stehen in dem ehemaligen Schulungsgebäude zur Verfügung.

Die Belegung dieser Räume ist die eine Herausforderung, es gibt noch andere: Das Parkplatzproblem ist insoweit entschärft, dass Nutzer des Hauses auf dem Gelände des benachbarten Netto-Discountmarkts parken dürfen. Er hoffe, dass das auch angenommen werde, so Pötzsch. Die entscheidende Frage für den Weiterbetrieb: Was muss in das Haus gesteckt werden, um es als Vereinsheim weiter nutzen zu können? Ein Brandschutz-Experte hat es bereits untersucht. Zu den Ergebnissen will sich der Bürgermeister vor der Aufsichtsratssitzung nicht im Einzelnen äußern. Doch es scheint so, dass der Brandschutz keine unüberwindlichen Hindernisse für einen Fortbetrieb auftürmt. Ob die Heizung erneuert werden muss, sei noch offen, sagt Pötzsch. Kosten werden in jedem Fall entstehen. Alle Fakten sollen bis zur Aufsichtsratssitzung auf dem Tisch liegen. Dann wird auch klar sein, in welcher Höhe die Kosten auf die Miete umgelegt werden. Es sei erkennbar, dass die Vereine sich engagieren wollen, so der Bürgermeister, auch finanziell. Doch dafür brauchen auch die Vereine Sicherheit, müssen wissen, dass sie langfristig drin bleiben können.hg

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