„De scho wieder“: Kabarett aus Kraiburger Gegend begeistert

von Redaktion

„Ich bin koa fade Nocken, ich geh gern ins Kabarett“, mit diesem Song eröffnete die Kabarett-Gruppe „De 7 G’scheidn“ ihren fast dreistündigen Auftritt. Und diesem Motto stimmten die zahlreichen Besucher zu, denn was vielleicht am Ende der Vorstellung wehtat, waren die strapazierten Lachmuskeln.

Kraiburg – Auf Einladung des Fördervereins Bischof-Bernhard-Haus-Säle waren „De 7 G’scheidn“ zu acht nach Kraiburg gekommen, denn neben den sieben Akteuren Rita Rannetsperger, Alex Köhnberger, Andrea Vorfortner, Schorsch Mittermeier, Andrea Aigner, Irmi Wishuber und Martin Krausbeck auf der Bühne nimmt als achtes Mitglied der Gruppe Hans Aigner den wichtigen Part des Musikers ein. „Ah – de scho wieder“ nennt sich das Programm der Kabarettisten, mit dem sie seit dem Frühjahr auf Tour sind und die zum großen Teil aus der Umgebung von Kraiburg kommen. Damit begeistern und überzeugen sie von der ersten bis zur letzten Nummer das Publikum im voll besetzten großen Saal des Bischof-Bernhard-Hauses.

Es sind Geschichten aus dem Alltag, in denen sich jeder wiederfinden kann, und keine politischen oder gesellschaftskritischen Nummern, die auf die Bühne gebracht werden, sauber durchgedacht und pointiert ohne überflüssigen Schnickschnack mit treffender musikalischer Unterstützung.

Deutliche Artikulation, feine Stimmen bei den Gesangseinlagen und alles humorvoll, geschmackvoll und bissig verpackt, auch wenn die vom besten Stück des Mannes entfernte Zecke nicht unbedingt aufgegessen werden müsste.

Womit beschäftigen sich die Alltagsgeschichten? Zum Frühstück fehlt die Zeitung. Damit ist der Ärger schon in aller Früh perfekt, denn nun muss man sich unterhalten und kann sich nicht hinter der Zeitung verstecken. Die eineiigen Zwillinge Schorsch und Alex, die ihre beste Zeit schon überschritten haben, wollen unter die Haube, allerdings trifft die letzte Entscheidung über die Tauglichkeit der Damen die Mama.

„Gestern hat mich des Glück verlassen, der Thermomix liegt draußen in der Gassen“, heißt es in einer Gesangseinlage. Mit reichem Applaus dankt das Publikum am Ende den Akteuren für ihre Leistungen, die dadurch noch beachtlicher werden, dass alle bis auf eine Nummer selbst geschrieben sind.

Artikel 1 von 11