Waldkraiburg – In seiner Rückschau 2016 erklärte der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk (AHHW), Willi Engelmann, die verkaufsoffenen Sonntage seien recht gut gelaufen. Gefloppt sei einzig der Supersamstag am 4. November. „Trotz guter Vorbereitung war die Resonanz schlecht“, so der Vorsitzende. So werden die Geschäftsleute 2018 wieder zu vier regulären verkaufsoffenen Sonntagen zurückkehren, die entsprechenden Anträge bei der Stadt und dem Stadtrat seien schon gestellt. Diskussionsbeiträge dazu gab es nicht.
Die Planung sieht vor, am 18. März den Josefimarkt mit der Marktgilde und dem Tag des Ehrenamtes durchzuziehen, am 6. Mai öffnen die Läden bei Kunst und Kommerz, am 21. Oktober ist der Autosonntag mit Markt und am 4. November sollen Martins- und Selbsterzeugermarkt, Skiflohmarkt im Rathaus und um 17 Uhr der Martinsumzug stattfinden. Neu: Handwerker können sich in kleinen Pavillons am Sartrouville-Platz präsentieren.
„Wir brauchen Unterstützer, keine Bedenkenträgerei.“
Engelmann über das Ordnungsamt
In Zusammenhang mit den verkaufsoffenen Sonntagen kritisierte Engelmann die Einstellung des Ordnungsamtes. „Wir brauchen Unterstützer und keine Bedenkenträgerei. Das Amt muss uns Geschäftsleute in dieser Sache gegenüber der Regierung und dem Landratsamt unterstützen“, betonte er. Das Verhältnis der Geschäftsleute zu Bürgermeister Robert Pötzsch, der entschuldigt war, sei ausgezeichnet. „Er nimmt sich Zeit für Gespräche – frei von der Leber weg“.
Engelmann drängt die Mitglieder, in ihren Geschäften auf eine Charmeoffensive der Mitarbeiter zu achten, damit sich der Kunde wieder als König fühlt. Dazu gehöre auch, deeskalierend aufzutreten. „Man könnte ja wieder die freundlichste Verkäuferin des Jahres wählen“, so Engelmann.
Die „grandios schlechte Internetseite“ der AHHW soll überarbeitet werden. Möglicherweise könnte man eine Plattform daraus machen, „auf die alle Mitglieder ihre Angebote kippen können“, so Engelmann.
Zur Diskussion um den Rathaus-Neubau sagte er, ein Abriss des Altbaus wäre für die Einzelhändler ein städtebaulicher Befreiungsschlag, um Platz für einen Investor für die neue Mitte zu machen. „Ums Rathaus wäre es trotzdem schade, ich bin ein Kind dieser Zeit und mag die Architektur der 70er-Jahre“.
In ihrem Grußwort sagte Dritte Bürgermeisterin Inge Schnabl, die Stadt zolle der AHHW Respekt, für alles, was sie auf die Beine stelle. Das sei in der heutigen Zeit gar nicht mehr so einfach.
Per Akklamation wurde an diesem Abend zudem – unter der Wahlleitung Anton Sterrs – neu gewählt (siehe Bericht unten). Georg Herzog ist nicht mehr angetreten.