Waldkraiburg – Der Verein der Adlergebirgler, der im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, möchte im Mai 2018 ein Gedenkkreuz zur Erinnerung an die Vertreibung 1945 bis 1946 aus der Heimatlandschaft Adlergebirge errichten. Als Standort schlägt der Verein dafür den Waldfriedhof seiner Patenstadt Waldkraiburg vor.
Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates hat den Antrag des Vereins einstimmig befürwortet. Damit wurde auch dem Standort zwischen dem Kriegerdenkmal und der Gedenkwand „Ihr Toten der Heimat seid nicht vergessen“ auf dem Friedhof zugestimmt.
Bereits 2006 hat die Witwe des verstorbenen tschechischen Künstlers Jaroslav Tschöpa (Träger des Sudetendeutschen Kulturpreises für bildende Kunst 1996) der Stadt Waldkraiburg und dem Verein das Gipsmodell eines Vertreibungskreuzes geschenkt.
Das Modell wurde auf Kosten des Vereins bereits in Grauguss ausgeführt. Der Verein will sich bemühen, die Kosten für die Errichtung der Gedenkstätte in Höhe von 5000 Euro zu tragen. Das Vertreibungskreuz soll auf einem Granitquader aus dem Altvatergebirge stehen. Auf der Vorderseite des Sockels soll eine Fläche herausgearbeitet werden, auf der folgende Aufschrift zu lesen ist: „Heimatlandschaft Adlergebirge Vertreibung 1945-1946“. Die Bearbeitung des Sockels kostet zusätzlich etwa 2000 Euro, die der Verein über Spenden aufbringen will. Am Fuß des Sockels soll ein Ring aus Steinen aus dem Adlergebirge angebracht werden. Der Vorteil an diesem Gestaltungskonzept: Das Denkmal ist wartungsfrei.
Der Stadt, deren Friedhofsverwaltung zusammen mit dem Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Leonhard Schleich, und Vorstandsmitgliedern des Adlergebirgsvereins den Standort ausgewählt haben, entstehen keine Unterhaltskosten. Die Friedhofsarbeiter leisten aber Unterstützung bei der Aufstellung des Gedenkkreu- zes.hg