Aus dem Gemeinderat

Querungshilfe nicht vom Tisch

von Redaktion

Die Querungshilfe an der Umgehungsstraße auf Höhe des Wertstoffhofes ist für die UWG in Kraiburg nicht vom Tisch – auch wenn das Landratsamt sie und die Gemeinde diverse Male abblitzen ließ.

Kraiburg –Nun gibt es einen neuen Antrag der Fraktion, zu klären, welche rechtlichen Möglichkeiten es für eine Querungshilfe auf der Kreisstraße überhaupt gibt.

Bürgermeister Herbert Heiml fasste die „alte Geschichte“ zusammen.

„In der Unterführung hätten wir Schifferl fahren können.“

Bürgermeister Herbert Heiml

Als die Umgehungsstraße vom Landkreis gebaut wurde, sei eine Unterführung wegen der Grundwasserhöhe nicht bezahlbar gewesen. „Da drin hätten wir Schifferl fahren können“, scherzte Heiml. Er resümierte, dass die früheren Gremien „zu Tode froh“ war, als damals die Umgehung samt neuer Innbrücke auf Landkreiskosten gebaut wurde und den Ort entlasteten. Das sei ein Verdienst Schlagmanns gewesen.

Auch heute noch halte er die Querungshilfe für „keinen schlechten Vorschlag“ und sei deshalb auch in Kontakt mit Verkehrsexperte Sepp Streck von der Polizei. „Ich habe mehrfach beim Landkreis diesbezüglich angefragt, aber immer auf Granit gebissen“, sagte er.

Die Finanzsituation des Landkreises, dem die Straße gehört, sei nicht einfach, gab er zu bedenken. Der habe viele Projekte im Straßenbau und auch viele Schulden. Gerade sei die Kreisumlage, die auf Wunsch der Kommunen gesenkt werden soll, ein heißes Thema. „Wir werden wohl selber ranmüssen“, fasste er das Problem zusammen. Geschätzte Kosten: 100000 Euro.

Gerhard Preintner hätte gerne eine schriftliche Aussage vom Landratsamt, was rechtlich überhaupt machbar sei – selbst wenn es eine 30 Meter hohe Brücke ist, wie er es überspitzt formulierte.

Petra Jackl erinnerte daran, dass es das Thema auch schon 2010 in den Familienforen gab und Unterschriften an die Behörde übergeben wurden.

„Das verlief damals im Sande, der Landkreis stieg nicht darauf ein“, so Heiml. Erich Unterforsthuber erinnerte daran, dass es in Ensdorf an die 30 Kinder gebe. Um denen eine sichere Querung zu gewährleisten, sollte man am Ball bleiben. Früher, in den abgelehnten Versionen sei es stets um Über- oder Unterführungen gegangen. Doch heute sei ja auch eine inselhafte Querungshilfe denkbar. Der Grundwerb sollte in seinen Augen kein Problem sein.

Heiml sagte, die Querungshilfe sei ihm auch lieber statt einer Unterführung, weil Kinder die oft nicht benutzen. Wegen der Insel fahren die Leute an der Stelle langsamer. Man werde alle rechtlichen Möglichkeiten und die Kosten abklären. Das Gremium stimmte zu.kla

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