Kraiburg – Die Markterkundung habe ergeben, dass sich kein Unternehmen bereit erkläre, einen eigenwirtschaftlichen Ausbau für die noch unversorgten Gebiete (Ensfelden, Hochreit, Gangall, Schnauderberg, Mauerschwang, Heisting, Maximilian Hausnummer 20 und 22, Hofbauer, Brand, Berg, Westerberg) vorzunehmen, hieß es im Gemeinderat.
Für das zweite Förderverfahren im Breitbandausbau wurden die genannten Örtlichkeiten in sieben Erschließungsgebieten festgelegt.
An Fördermitteln im Programm „Höfebonus“ stehen 920000 Euro bei einem Fördersatz von 90 Prozent zur Verfügung. Aus dem ersten Förderverfahren ist eine Restsumme von 3200 Euro übrig. Die geschätzten Kosten zur Leitungsverlegung betragen 531250 Euro. Die Gemeinde muss geschätzt 53125 Euro selber tragen. Im Anschluss liege die Breitbandversorgung bei 100 Prozent.
Diese Aussage brachte Verwirrung ins Gremium. „Die 100 Prozent bezweifle ich“, sagte Petra Jackl. Wieslreit habe derzeit „übles Internet. Die brauchen eine Kurbel, sonst geht gar nichts“, sagte sie überspitzt. Der Weiler sei auch nicht auf der Karte, die das planende Ingenieurbüro erstellt hat, markiert. „Gibt es dann dort eigenwirtschaftlichen Ausbau?“, fragte sie und bat die Gemeinde beim Planungsbüro nachzufragen, ob man das Anwesen nicht aufnehmen könne. Für einige Höfe in Maximilian gelte dasselbe: sie sind nicht auf der Karte markiert.
Markus Rauscher wies darauf hin, dass es die Möglichkeit „Mehr Breitband für mich“ gibt, die allerdings recht teuer ist.
Bürgermeister Herbert Heiml zeigte sich überrascht. Er sei davon ausgegangen, dass es sich tatsächlich um eine hundertprozentige Abdeckung mit 30 Mbit/s handelt, „doch das scheint nicht so zu sein“.
Erich Unterforsthuber fragte nach den Bestandsleitungen in den Siedlungen. „Wie läuft das da, wo die Häuser schon 20 Jahre stehen?“ Petra Jackl wusste zu berichten, dass dazu ein Wechsel zu Vodafone nötig sei. Für Breitband sei man hier anbietergebunden. „Sollte es nicht gehen, liegt es an der Qualität und am Alter des Kabels. Wie in Wanklbach, da saufen die alten Muffen im Regen ab“, so Jackl.
Bürgermeister Heiml scherzte – auch in Anbetracht der Vorgeschichte mit dem angebaggerten Grundwasser durch die Erdgas-Baustelle und das Hochwasser im Bach – „ihr da draußen seid ja mitten im Sumpfgebiet. Malaria habt ihr hoffentlich noch nicht“.
Jackl riet, wer Probleme mit der Versorgung wegen alter Kabel habe, sollte sich an Heiml wenden, der habe eine gute Adresse, um dem Anbieter Druck zu machen. „Dann geht schnell was“, so Jackl.
Heiml informierte noch, dass der Ausbau-Stand gut sei, der Abschluss sei für Ende Januar zu erwarten, ergänzte Anton Voglmaier.