EHC Waldkraiburg

Das Triumvirat macht weiter

von Redaktion

„Wir hoffen, dass Ihr uns irgendwann mal in Rente schickt“, scherzte EHC-Vizepräsident Horst Pitter in der Mitgliederversammlung des Vereins. Da war er aber schon wieder im Amt bestätigt, so wie Präsident Wolfgang Klose und Schatzmeister Thomas Höfner, allesamt ohne Gegenstimme.

Waldkraiburg – Das EHC-Triumvirat hängt also noch einmal zwei Jahre dran. Schon seit 2001 sind die drei Vorstände in verschiedenen Funktionen in Verantwortung, seit einigen Jahren im Dreierpack. Und es sind – sportlich wie wirtschaftlich – nicht die schlechtesten in der Geschichte des Waldkraiburger Eishockeyclubs.

Vom „turbulentesten Jahr“, seit er beim EHC ist, sprach Präsident Wolfgang Klose im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2016. Da war alles drin: Platz drei in der Vorrunde nach einer fürchterlichen Verletztenmisere, der erste Platz in der Zwischenrunde, spannende Play-offs mit einem erfolgreichen Herzschlagfinale gegen Höchstadt. Der Meister war sportlich qualifiziert und durfte doch nicht in die Oberliga, bis für den Bau einer neuen Bande mit der VR-meine Raiffeisenbank ein Sponsor gefunden wurde und der DEB den Bayernliga-Vereinen entgegenkam. Das Abenteuer Oberliga, das der EHC mit einem verstärkten Bayernliga-Kader begann, brachte Platz elf und 29 Punkte in der Vorrunde, Siege gegen Landshut und Tölz und endete mit dem Klassenerhalt.

Auch Jugendleiter Michael Lode konnte auf ein relativ erfolgreiches Jahr zurückschauen. Der Verein war mit fünf Nachwuchsmannschaften und der U23 im Spielbetrieb, zum Teil in Spielgemeinschaften und Kooperationen mit anderen Vereinen, sehr erfolgreich vor allem mit Berchtesgaden. Die Jugend und die Schüler schafften den Aufstieg in die Bayernliga und konnten die Klassen halten.

„Nachwuchs kostet Geld. Wir werden aber versuchen, weiterhin gute Nachwuchsarbeit zu machen“, sagte Horst Pitter, der den Bericht über eine von Schatzmeister Thomas Höfner „top geführte“ Kasse vortrug. Ein Defizit von 16000 Euro geht für das Jahr 2016 aus diesem Bericht für den Nachwuchsbereich hervor. Vor allem Trainer- und Fahrtkosten schlagen bei den Ausgaben von mehr als 49000 Euro zu Buche. Bei den Einnahmen kommen über die Hälfte aus Spenden.

Schatzmeister von einigen Oberliga-Konkurrenten würden vermutlich über die Zahlen im Seniorenbereich müde lächeln, denn sie hantieren zum Teil mit Summen, die ein Vielfaches höher sind. Für den EHC war 2016 „ein richtig starkes Jahr“, so Horst Pitter, vor allem bei den Eintritten mit fast 120000 Euro. Sie machen mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen in Höhe von 210000 Euro aus. Die größten Ausgabeposten waren 2016: Schiedsrichter (20000 Euro), Personalkosten (41000) und Ausrüstung (40000). Für 2016 steht also ein Gewinn von 53000 Euro in den Büchern.

Die Altlasten sind damit offensichtlich beseitigt. Mit 1200 Euro auf der Habenseite ging der Club laut Pitter im Nachwuchsbereich in das Jahr 2017, mit 3600 Euro bei den Senioren.

Auch wenn die junge Mannschaft in der neuen Saison bisher nicht alle Hoffnungen erfüllt hat, wissen die Mitglieder, dass im Vorstand gute Arbeit geleistet wird. So deutete Wolfgang Klose die Tatsache, dass nur zehn (!) von fast 250 Mitgliedern zu der Versammlung gekommen waren. „Wenn sie extrem unzufrieden wären, wären sie schon da. Sie waren mit unserer Arbeit wohl zufrieden.“ Mehr Interesse hätte sich die Führungsmannschaft aber grade bei einer Wahlversammlung schon erwartet.

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