Waldkraiburger Freibad

Aussicht auf Förderung führt zu neuen Diskussionen

von Redaktion

Die Aussicht auf staatliche Förderung bringt neue Bewegung in die Diskussion um das Freibad.

Waldkraiburg – Der Ferienausschuss des Stadtrates am heutigen Dienstag um 18 Uhr entscheidet darüber, ob sich die Stadt um Mittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bewirbt. Bis Freitag, 31. August, müssen die Unterlagen eingereicht werden.

In einem offenen Brief fordert der Vorsitzende des Fördervereins Waldbad, Jürgen Zabelt, Bürgermeister und Stadträte auf, noch einmal „inne zu halten“ und die Weichenstellung für ein Freibad in Waldkraiburg unter den neuen Gegebenheiten zu überdenken. „Die Förderlandschaft zur Sanierung von Freibädern ändert sich gerade.“ Das sei vor den Entscheidungen im Stadtrat und beim Bürgerentscheid „noch nicht absehbar“ gewesen.

Zabelt befürchtet, dass ein Förderantrag für den Neubau eines Freibades zusammen mit der Gemeinde Aschau, die finanziell gut dastehe, weniger Erfolgsaussichten habe. Und der Vorsitzende fordert, der Bürgermeister möge offenlegen, welche Skizzen und Pläne zum Förderantrag eingereicht werden, auch welche Ergebnisse der vom Stadtrat und von der Gemeinde Aschau eingerichtete Arbeitskreis zum Freibad-Neubau bislang erarbeitet hat. „Wäre es nicht fair, diese Pläne, auch wenn sie noch nicht ausgereift sind, der Bevölkerung vorzustellen?“, so Zabelt, der eine weitere Frage aufwirft: „Wäre es nicht sinnvoller, die Bewertung zum Sanierungsbedarf des bestehenden Bades einzureichen?“ Das durch die Stadt beauftragte Ingenieur-Büro könnte sofort verwendet werden.

„Wir haben einen klaren Auftrag: ein neues Bad zu entwickeln. Diesen Auftrag werden wir weiter verfolgen“, betont Bürgermeister Robert Pötzsch. Und er verweist zugleich auf den Zeitdruck. Erst seit etwa zwei Wochen sei der Stadt bekannt, dass es diese Fördermittel gibt. Ende der vergangenen Woche habe man erklären müssen, ob Waldkraiburg sich bewerben will. Bis Ende dieser Woche sind die Projektskizzen einzureichen. Das geht nach den Worten von Pötzsch nicht über das hinaus, was die Stadt im Vorfeld des Bürgerentscheides publik gemacht habe. Es gebe keine konkreten Planungen. „Wir haben nichts in der Schublade.“ Stadtwerke und Bauabteilung im Rathaus haben laut Pötzsch die Unterlagen erarbeitet.

Welche Förderaussichten das Waldkraiburger Projekt hat, könne er nicht beurteilen, so Pötzsch. Fakt sei aber, dass nicht nur die Sanierung von Einrichtungen, sondern auch ein Neubau unterstützt werde, wenn es „wirtschaftlicher ist, neu zu bauen“.

Und der Bürgermeister setzt hinzu: „Wir können nicht zweigleisig fahren. Wir müssen uns entscheiden.“ Eine Planung beider Varianten sei „finanziell nicht darstellbar“. Im Übrigen sei die Sanierung, beziehungsweise der Neubau die eine Sache. „Was weh tut, sind die laufenden Kosten im Waldbad.“ Daran habe sich nichts geändert.hg

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