Onkel Anton oder die graue Eminenz der CSU

von Redaktion

Renate Waldvogel – Nichte von Anton Pfeiffer

Kraiburg – Im Mai 1949 hat die damals noch junge Bundesrepublik Deutschland das Grundgesetz bekommen. Vor 70 Jahren fanden auf Schloss Herrenchiemsee die ersten maßgeblichen Beratungen statt. Wesentliche Bereiche, die das Grundgesetz kennzeichnen, seien in Herrenchiemsee aufs Gleis gesetzt worden, sagt Walther Michl, Verfassungsrechtsexperte und Akademischer Rat an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Mit dabei war auch Anton Pfeiffer, der damalige Chef der Bayerischen Staatskanzlei.

Pfeiffer wiederum ist der Onkel von Renate Waldvogel, die der Liebe wegen 1957 von Mannheim nach Kraiburg kam. Ihr Mann, Dr. Alfons Waldvogel, arbeitete in einem Mannheimer Krankenhaus als Gynäkologe, wo sie selbst als Krankenschwester tätig war. Dort lernten sie sich kennen und lieben und haben sich im April 1957 verlobt. Als ihr Mann die Praxis seines Vaters in Kraiburg übernahm, kamen sie zurück und so lernte sie auch Anton Pfeiffer, den Onkel ihres im Jahr 2000 verstorbenen Mannes kennen. „Bei meiner ersten Begegnung mit ihm nahm er mich in den Arm und hieß mich herzlich in der Familie willkommen“, erinnert sich die 81-Jährige.

Pfeiffer, der als „graue Eminenz“ in der bayerischen Nachkriegspolitik galt und die CSU mitbegründet hat, beschreibt sie als liebenswerten, herzlichen und warmherzigen Menschen. „Onkel Anton starb leider 1957, vier Monate vor unserer Hochzeit“, so Renate Waldvogel.hsc

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