Spender Stefan Gott- brecht.Foto fim
Taufkirchen – An der Typisierungsaktion der DKMS gemeinnützige GmbH (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) im Jahr 2014 in Taufkirchen nahmen über 1400 Personen teil. Grund war damals die Leukämieerkrankung von Miriam Gottbrecht und Alexandra Brunner.
„Sehr emotional, als mein zweites Ich vor mir stand.“
Miriam Gottbrecht
Nach vier Jahren trafen sich aktive Spender mit Miriam Gottbrecht und Renate Löw zu einem Erfahrungsaustausch. Sofort war ein reges Gespräch zu Gange. Bürgermeister Jakob Bichlmaier ist stolz auf das Ergebnis, denn bereits 14 Personen haben mittlerweile Stammzellen oder Knochenmark gespendet.
Miriam Gottbrecht berichtete über ihre Krankheit und ihre Genesung. Sie hat ihren Spender bereits zweimal besucht: „Ich fand es faszinierend und sehr emotional, als mein zweites Ich vor mir stand. Von zehn Genen haben wir neun gemeinsam.“
Spender Johann Zieglgänsberger wurde zur Spende für eine 50-jährige Frau in den USA Knochenmark vom Beckenkamm entnommen. „Es ist ein besonderes Erlebnis“, so meint er „wenn man mit einem kleinen Eingriff Menschenleben retten kann.“ Er hat jetzt die Möglichkeit, nach zwei Jahren persönlichen Kontakt mit der Frau aufzunehmen. „Vielleicht klappt es“, meint er dazu.
Auch Ramona Hofbauer gehört zu den Spendern. „Ich hab am Heiligen Abend erfahren, dass ich gebraucht werde. Es war mein schönstes Weihnachtsgeschenk“ meint sie nachdenklich. Ihre Knochenmarkspende reichte nicht und so wurde sie nochmals gebeten, Stammzellen zu spenden. Aber auch diese Spende konnte nicht mehr helfen, die Frau war schon zu schwach. „Ich hab mich aber gleich wieder freistellen lassen für eine weitere Spende, wenn sie gebraucht werden würde“.
Alle sind deshalb der Meinung, dass eine Registrierung bei der DKMS sehr wichtig ist und auch ohne öffentliche Aktion möglich sei. Unter www.DKMS.de können sämtliche Informationen und notwendigen Unterlagen angefordert werden. Sie betonen übereinstimmend, dass bei Spenden Knochenmark nicht aus dem Rückenmark, sondern aus dem Beckenkamm entnommen wird.