Im ehemaligen Pfarrhaus

Integrieren mit eigenem Stützpunkt

von Redaktion

Das ehemalige Pfarrhaus der Kirchenstiftung Maria Schutzfrau wird Integrationsstützpunkt. Es soll eine Anlaufstelle für Geflüchtete, Asylbewerber und Migranten sowie ehrenamtlich Tätige werden, um den Integrationsprozess zu fördern.

Waldkraiburg – Derzeit steht das Pfarrhaus an der Franz-Liszt-Straße leer, und die Kirchenstiftung hat sich bereits seit längerem intensive Gedanken gemacht, was damit passieren soll. Vor etwa einem Jahr wurde beim Caritas-Kreisverband die Idee eines Integrationsstützpunktes geboren.

Ein besonderer Schwerpunkt des Sozialverbands soll künftig auf die Integrationsarbeit gelegt werden. Hier ist eine Bündelung der Dienste im alten Pfarrhaus von Maria Schutz im Gespräch gewesen. „Beratung und Begegnung unter einem Dach, das ist die Idee“, betonte Fachdienstleiter Robert Lauxen bei einem Termin im Mai. Damals betonte Caritas-Geschäftsführer Richard Stefke, der derzeit im Urlaub ist, die Bedeutung des Standorts für die Caritas: „Es ist wichtig, dass wir in Waldkraiburg präsent bleiben. Wir würden gerne alle Dienste an einem Standort zusammenfassen.“

Nachdem sich Kirchenstiftung und Caritas auf die Modalitäten geeinigt hatten, wurde die Umnutzung des Pfarrhauses zum Integrationsstützpunkt bei der Stadt beantragt. Dieser Antrag wurde im Ferienausschuss ohne große Diskussion durchgewunken.

„Beratung und Begegnung unter einem Dach, das ist die Idee.“ Robert Lauxen

Die Idee des Integrationsstützpunktes ist, hier eine Anlaufstelle für Geflüchtete, Asylbewerber oder Migranten sowie Menschen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren, zu schaffen, um den Integrationsprozess zu fördern.

Die Geflüchteten, Asylbewerber und Migranten sollen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen können. Sie haben hier die Möglichkeit, zu festgelegten Sprechstunden mit Caritas-Mitarbeitern in Sachen Migrations- und Rückkehrberatung oder Schuldnerberatung zu sprechen. Dazu Robert Lauxen: Noch müsse im Detail geklärt werden, welche Angebote auch Sinn machen. Dafür sollen im Pfarrhaus im ersten Stock vier Beratungsräume sowie im Erdgeschoss ein barrierefreier Beratungsraum (ehemaliges Pfarrbüro) entstehen.

Ebenfalls im Erdgeschoss sind ein Gruppenraum sowie ein Begegnungsraum mit Küche geplant, der von den Ehrenamtlichen gestaltet wird. Neben der offenen Begegnung zu festgelegten Zeiten, können hier kleine Bildungs- und Gruppenveranstaltungen durchgeführt werden. Eine regelmäßige Bewirtung ist nicht vorgesehen, für die Besucher soll es lediglich Heißgetränke geben. Gekocht wird nur bei besonderen Veranstaltungen, heißt es in der Betriebsbeschreibung der Caritas.

Die Betriebszeiten sind werktags von 8.30 bis 16 Uhr für Beratungen. Darüber hinaus soll der Begegnungsbereich dreimal wöchentlich nachmittags oder abends geöffnet sein. An Sonn- und Feiertagen kann es kleinere Veranstaltungen geben.

Nach der Betriebsbeschreibung erhöht sich der Bedarf an Stellplätzen nicht, da die Zielgruppe im Regelfall nicht über ein Auto verfügt. Die Treffen mit den Ehrenamtlichen finden überwiegend am Abend statt, wo kein Schul- beziehungsweise Kindergartenbetrieb stattfindet.

Für den Begegnungsbereich hat die Caritas mit Sabine Lüdtke eine hauptamtliche Mitarbeiterin vorgesehen: „Sie soll den Integrationsstützpunkt aufbauen und ist bereits eifrig am Organisieren und Netzwerken“, sagt Robert Lauxen. Der Integrationsstützpunkt soll, wenn es nach der Caritas geht, am 1. November in Betrieb gehen. Allerdings muss sich vorher die Kirchengemeinde um die Renovierung des Pfarrhauses kümmern, so Lauxen.

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