aktuelle umfrage zum INternationalen Tag des Bartes

„Meine Frau kennt mich gar nicht ohne“

von Redaktion

Waldkraiburg – Es gibt ihn in allen Formen und Varianten, vom Schnurr- bis zum Vollbart. Seit einigen Jahren ist er auch bei jungen Leuten wieder ganz groß im Kommen: Mann trägt wieder Bart. Oder immer noch. Zum internationalen Tag des Bartes am heutigen Samstag haben sich die Waldkraiburger Nachrichten bei Männern in und um Waldkraiburg umgehört, die auf und zu den Haaren im Gesicht stehen. Wie sind Sie auf den Bart gekommen? Wie lange lassen sie ihn wachsen? Und: Was sagen das Umfeld und die Frauen dazu? In einem Punkt sind sich jedenfalls alle Befragten einig: Der Bart muss gepflegt sein. mse

Philipp Seifert, Verteidiger beim Eishockey-Oberligaclub EHC Waldkraiburg: „Meinen Bart trage ich immer zu den Spielen. Im Winter ist es mit Bart einfach schön flauschig warm. Nach der Saison rasiere ich ihn dann wieder ab. Dann kann er wieder wachsen. Meistens braucht er ein gutes halbes Jahr, bis er wieder lang ist. Pflegen muss ich meinen Rauschebart in Rot natürlich schon, mit Bartwachs, -öl und -shampoo. Manchmal lasse ich ihn auch beim Friseur zurechtschneiden. Meine Freundin sagt immer, ich soll ihn nicht abrasieren. Sie muss sich immer umgewöhnen, weil ich ohne Bart komplett anders aussehe.“

Jakob Bichlmaier, Bürgermeister der Gemeinde Taufkirchen: „Früher habe ich meinen Bart noch etwas länger getragen. Heute schauen schon so viele weiße Haare durch. Da muss ich ihn immer etwas kürzer schneiden. Seit meinem 20. Lebensjahr trage ich nun schon Bart. Meine Frau kennt mich gar nicht ohne Haare im Gesicht. Manchmal scherze ich, sie habe mein wahres Gesicht noch nie gesehen. Wir haben uns erst kennengelernt, als ich den Bart schon hatte. Wenn es nach ihr ginge, müsste der Bart eigentlich ab. Aber ich schneide ihn immer nur etwas, einmal in der Woche mit einem Barthaarschneider.“

Bernhard Stiegler, Leiter der Pfarrverbände Waldkraiburg und Aschau: „Zu meinem Bart bin ich durch eine kuriose Geschichte gekommen. Eigentlich habe ich ihn immer nur in der Fastenzeit wachsen lassen. Am Ostersonntag wurde er abrasiert. Aber am Ostersonntag 1984 habe ich verschlafen. Ich hatte keine Zeit mehr vor dem Gottesdienst. Seitdem trage ich immer Bart. Er kompensiert auch meine Glatze. Nur einmal an Fasching, als ich mich als Frau verkleidet und ein Dirndl angezogen habe, musste der Bart ab. Meine Bartpflege ist nicht sehr aufwendig. In vier Minuten ist der Bart getrimmt. Alle zwei Wochen mache ich das.“

Serhat Yazici, Juniorchef des Lokals „Centrale“ in Waldkraiburg: „Eigentlich gibt es keinen Grund, einen Bart zu tragen. Im Sommer ist es heiß und der Bart ist kratzig. Trotzdem würde ich mich ohne Bart nackt fühlen. Ich trage schon immer Bart. Es ist einfach ein Lifestyle und gefällt mir. Meine Frau ist weniger begeistert. Auch meine Tochter sagt: Ganz ohne Bart wäre es ihr lieber. Er stört eben ein bisschen beim Küssen. Aber ich pflege ihn ja. Das muss man auch, sonst würden sich zu viele Bakterien einhängen. Ich benutze immer Öl und Shampoo und einen Kamm. Manchmal gehe ich auch zu einem Barber. Die können das richtig gut.“

Richard Fischer, Zweiter Bürgermeister der Stadt Waldkraiburg: „Meinen Bart trage ich, seit ich 25 Jahre alt bin. In der Früh war mir das Rasieren immer zu zeitintensiv, ich musste schon um 6 Uhr in der Arbeit sein. Im Urlaub habe ich ihn dann weiter wachsen lassen. Als ich meine Frau kennengelernt habe, hatte ich schon einen Bart. Ein Bart strahlt auch Weisheit aus. Aber man muss ihn natürlich pflegen. Ich gehe dazu manchmal zum Friseur, die können das besser. Alle zwei Wochen stutze ich ihn, sonst sieht man zu viele graue Haare. Abrasieren werde ich ihn aber nicht ganz, da würden die Leute mich gar nicht mehr erkennen.“

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