Wegen Erstaufnahme

Ruhebänke vor „Freiraum 36“ abgebaut

von Redaktion

Bürgermeister: Einige Maßnahmen umgesetzt

Waldkraiburg – Bürgermeister Robert Pötzsch hatte sich lange dagegen gesträubt. Jetzt wurden die Ruhebänke gegenüber der Erstaufnahmeeinrichtung vor dem Vereinshaus „freiraum 36“ in der Aussiger Straße aber doch abgebaut. Einige Vereine, die das Haus nutzen, hatten dies wiederholt gefordert, weil sich auf den Bänken in der Vergangenheit Asylbewerber trafen, um Alkohol zu konsumieren, und einige Besucherinnen des Hauses sich belästigt fühlten.

Bemühungen des AK Asyl, die Situation vor dem „Freiraum 36“ zu entspannen, waren nicht erfolgreich. So Pötzsch, der seinen Sinneswandel auch damit begründet, dass den Asylbewerbern bald eine städtische Parkfläche als Aufenthaltsbereich zur Verfügung steht, die in das Gelände der Erstaufnahme integriert wird. Die Regierung werde diesen Bereich anmieten. Für den zugesagten Bolzplatz auf dem Petersgelände ist noch immer keine endgültige Lösung gefunden. so Pötzsch im Ferienausschuss des Stadtrates.

Das Abbauen der Bänke habe sich positiv ausgewirkt, findet er. Ein Nebeneffekt: Dort wo bisher Ruhebänke standen, gibt es jetzt Parkflächen für Autos, an denen es ohnehin fehlt.

Der Bürgermeister ist der Umsetzung einiger Maßnahmen, die nach den Ausschreitungen in der Erstaufnahme im Juni vereinbart worden waren, zufrieden. Er nannte die Erhöhung der Zahl der Sicherheitskräfte und die erhöhte Polizeipräsenz, etwa auch durch den Einsatz der Reiterstaffel.

Die Regierung hat nach seinen Worten die Maximalbelegung von 450 Personen seitdem nicht mehr ausgeschöpft. Derzeit befinden sich 378 Asylbewerber im Haus (Stand: 28. August). Die Regierung achte auf ein ausgewogenes Verhältnis der Nationalitäten. Zuletzt sei auch ein höherer Anteil Familien mit Kindern zugewiesen worden.

Pötzsch: Keine Aufstockung geplant

Ausdrücklich betonte der Bürgermeister, dass mit dem Ende des Umschulungsbetriebs keine wie auch immer geartete Aufstockung der Erstaufnahme komme. „Es bleibt bei der bisherigen Maximalbelegung.“ Der Stadt sei wichtig, dass der bestehende Vertrag der Regierung mit dem Eigentümer des Geländes nicht über das vereinbarte Jahr 2025 hinaus verlängert wird.hg

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