Waldkraiburg – Einen unorthodoxen Vorschlag zur Bad-Diskussion hat UWG-Fraktionssprecher Frieder Vielsack in den Ferienausschuss eingebracht. Vielsack forderte den Waldbad-Förderverein auf, sich mit den Sponsoren zusammenzusetzen, von denen so oft die Rede sei, und zu klären, ob diese bereit wären, Geld für eine alternative Planung zur Verfügung zu stellen. Die Stadt habe nur Geld für die Planung eines der beiden Projekte. Das ist der Freibad-Neubau, der nach einem demokratischen Verfahren beschlossen worden sei. Vielsack hält die Bad-Diskussion aber mittlerweile für so verfahren, dass nur eine zweite Planung zur Waldbad-Sanierung Ruhe bringen könnte. „Dann hätten wir zwei Planungen auf dem Tisch, könnten auf Heller und Pfennig vergleichen.“ Seine Befürchtung: „Wir kriegen sonst das Thema nie aus der Welt.“ Der Stadtrat, der selbst für den Neubau votierte, an die Adresse der Waldbad-Befürworter: „Wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist, das Bad zur Gänze zu erhalten, was ich nicht glaube, dann haben Sie meine Stimme.“
Die Kosten für diese Planung wären allerdings enorm. Auf 350000 bis 450000 Euro beziffert sie Stadtwerke-Chef Herbert Lechner.
Der Vorschlag Vielsacks stieß denn auch auf keine Begeisterung. Aus Sicht von CSU-Sprecher Anton Sterr ist er nicht realistisch. Wer sollte denn bei der Beschlusslage für den Freibad-Neubau Geld dafür bereit stellen, so fragte er? Bürgermeister Pötzsch warnte davor, die Diskussion von Neuem anzufangen. Er verwies auf den Zeitdruck, der im Hinblick auf den Antrag auf Fördermittel besteht. „Wir können ja nicht sagen: Förderprogramm, stopp!“ Und Sportreferent Andreas Marksteiner warnt, noch mal ein Gutachten einzuholen. „Der Bürgerentscheid gilt.“hg