Unterreit – Philomena Leitner hatte es nicht immer leicht in ihrem Leben, jetzt aber kann sie ihren Ruhestand rüstig und gesund genießen. „Blos de Augn lossn aa bissal aus, aber des bringt hoit des Alter mit sich“, meint sie schmunzelnd.
In Unterzarnham erblickte sie am 23. August 1933 das Licht der Welt. Bereits im Kindesalter kam sie mit ihren Eltern in den Gemeindebereich Wang nach Amering. Dort wuchs sie mit sieben Geschwistern auf.
Nach dem Schulbesuch in Wang war sie als Magd in Moos und anschließend noch ein Jahr beim Mesner z’Reith im Dienst. Im Jahr 1955 heiratete sie Sebastian Leitner aus Amreith. Zwei Söhne und drei Töchter entstammen dieser Ehe und wuchsen im Eigenheim in der Traunhofner Straße wohlbehütet auf. Ihre Mutterliebe galt aber auch den fünf Enkelkindern, denen sie ein liebevolles Aufwachsen ermöglichte.
Neben der vielen Arbeit im großen Haushalt half sie aber auch noch mit Teilzeitarbeiten mit, den Lebensunterhalt zu finanzieren. So war sie elf Jahre im Gasthaus Huber in der Küche beschäftigt, arbeitete elf Jahre im Großmarkt Singer als Reinigungsfrau und war anschließend noch zwölf Jahre für die Gemeinde Unterreit für die Sauberkeit im Rathaus immer zur Stelle.
Ihr Leben hatte neben Sonnentagen auch viele Schattenjahre. So pflegte sie ihren Gatten zwölf Jahre bis zu dessen Tod im Jahr 2010. Kleine Auszeiten waren die Urlaubsfahrten nach Griechenland, Rom und besonders auch nach Südtirol. Die Jubilarin besuchte gerne das Seniorenturnen und ging zum Kegeln, ist Mitglied beim Seniorenclub und beim Frauenbund in Wang.
Ihre besondere Liebe gilt natürlich ihrer großen Familie, die sich mit elf Enkel und zwei Urenkel stark vergrößerte. Sie führt ihren eigenen Haushalt und liebt das Garteln. Zum Geburtstag stellte sich auch Bürgermeister Gerhard Forstmeier ein und überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde.fim