Diakon mit Leib und Seele

von Redaktion

Zum Tod von Xaver Loibl

Waldkraiburg – Er hat viele Waldkraiburger auf ihrem letzten Erdenweg begleitet. Jetzt wird Franz Xaver Loibl, den viele durch seinen langjährigen Dienst als Diakon im Pfarrverband Waldkraiburg kennen, selbst im Waldfriedhof eine letzte Ruhestätte finden. Im Alter von 86 Jahren ist er am Montag dieser Woche verstorben.

Der gebürtige Niederbayer kam schon 1957 – ein Jahr nach der Hochzeit mit Christa Trink – nach Waldkraiburg, wo er bei der Handschuhfabrik Fischer als Zuschneider arbeitete. Der Beruf führte ihn in den nächsten Jahren nach Schweden und nach Regensburg. 1961 gründete er eine eigene Handschuhfabrik in Mallersdorf, später in Waldkraiburg.

Mitte der 1960er-Jahre zog die Familie endgültig hierher, und Xaver Loibl war einige Zeit als Reisender für Firmen unterwegs.

1969 erwarb er die Fachschulreife im Telekolleg des Bayerischen Fernsehens und absolvierte einen theologischen Grundkurs. 1981 wurde Xaver Loibl vom Münchner Erzbischof, Josef Kardinal Ratzinger, dem heutigen Papst emeritus Benedikt, zum Diakon geweiht. Seit 1985 übte er diesen Dienst hauptamtlich aus, bis 1997 in der Pfarrei Christkönig. Unzählige Kinder hat er getauft und im caritativen Bereich der Gemeinde gearbeitet. Mit Leib und Seele erfüllte er seine Aufgabe. „Keine Sekunde als Diakon“ wolle er missen, schrieb er später einmal über diese Zeit.

Auch nachdem er in Ruhestand gegangen war, war Loibl noch viele Jahre in der Seelsorge tätig. 2014 starb seine Frau Christa. Zwei Jahre später zog er ins Adalbert-Stifter-Heim.

Xaver Loibl hinterlässt vier Töchter, acht Enkelkinder rund drei Urenkel, die um ihn trauern. Das Requiem findet am Freitag, 21. September, um 15 Uhr in der Christkönigkirche statt; anschließend ist Urnenbeisetzung im Waldfriedhof.hg

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