„Eine super Idee“, sagt Andreas Pawel, Vorsitzender des VdK, zu „Ruck ma zamm“, dem etwas anderen Picknick – mitten in der Stadt, organisiert von der UWG. Gerade in der heutigen Zeit, wo nur noch geschimpft, gemault und gehetzt werde und Grundwerte wie Toleranz verloren zu gehen scheinen, sei so eine Veranstaltung wichtig. „An so einem Tag hat es keine Rolle zu spielen, woher man kommt, wie man heißt oder welche politische Gesinnung man hat, wir sind alle Bürger dieser Stadt. Man setzt sich zamm und ratscht“, sagt er und denkt etwa an aktuelle lokalpolitische Themen, die einen Keil zwischen die Leute treiben. 46 Tische hat die UWG gegen eine Spende vergeben – der Erlös kommt der EHC-Jugendarbeit und der Landjugend zugute. Auf eine Spendenaktion für die Eishockey-Kleinschüler machen Birgit Molter und ihr Sohn Tom (Bild links unten) aufmerksam. Hier spendet Urd Rothe von VdK und Sudetendeutscher Landsmannschaft gerade. Die beiden Vereine haben sich zusammengetan und nehmen zum ersten Mal an dieser besonderen Tafel Platz. „Das ist eine schöne Sache“, so Rothe. Im Bild daneben ist Elektriker Peter Müller zu sehen, der mit einer befreundeten Familie gekommen ist. Dafür wurden eigens Schichtsalat zubereitet und „Pooh-der-Bär-beim-Picknick“-Servietten eingepackt. Im Bild darüber macht Bürgermeister Robert Pötzsch den Schabernack von Clown Jason McAllister mit. Noch viel mehr gefreut hätte es ihn, wenn man mehr Bürger erreichen hätte können mit dieser Veranstaltung. UWG-Vorsitzender Hans Vetter erklärt, Ziel sei es, etwa die türkische Gemeinde einzubinden und den Auftritt einer Folklore-Tanzgruppe zu organisieren. „Oder ein Nationenfest daraus zu machen“, ergänzt Pötzsch. „Ruck ma zamm“ müsse wachsen. Die Feuerwehr und das Feuerwehrmuseum unterstützten die UWG, sperrten die Straße ab. Die Landjugend bot Kinderschminken an und später fand ein Ballonwettbewerb statt. Schön sei, so die beiden, dass die Vereine und Aktiven querbeet vertreten seien. Mehr Teilnahme aus der Bürgerschaft wäre wünschenswert. Wie die der Schäftlmaiers aus Aschau (rechts oben), die eine tolle Brotzeitplatte dabei hatten. „Es macht Freude, in Gemeinschaft zu essen und zu trinken“, so Hedi Schäftlmaier. Das finden auch Herbert Zinecker, Helmut und Ursula Simon (Bild links oben, von links). Nicht auf dem Foto ist die Köchin des Inhalts in den Tupperdosen, die Leni Zinecker. Als Mazedonierin bringt sie Cevapcici, scharfe Paprika und Auberginen-Gemüse auf den Tisch. „Heute gibt es keine Parteischranken, man ratscht, trifft Leute, denen man das ganze Jahr nicht begegnet – und sieht, was die Waldkraiburger im Kühlschrank haben“, lacht Zinecker.Fotos kla