Afrikaner versetzen beim Einkaufen Marktfrau in Hektik

von Redaktion

Gerücht, dass sie von bis zu 50 Schwarzen bedrängt wurde, durch Zeugen entkräftet

Waldkraiburg – Eine Marktfrau soll an den Samstagen des 8. und 15. Septembers von einer Gruppe von bis zu 50 Afrikanern am Sartrouvilleplatz bedrängt worden sein – beim Kauf eines Sonderangebotes. Als die Ware ausverkauft war, seien die Migranten in den Verkaufswagen eingedrungen und hätten die Schubladen geöffnet und den Protest der Frau ignoriert – das entspricht nicht der Wahrheit. Auch nicht, dass die Polizei sich nicht darum kümmerte. Dennoch macht dieses Gerücht gerade die Runde in der Stadt.

Laut und quirlig, wie auf einem Basar – mehr nicht

Auf Nachfrage der Zeitung erklären Zeugen und die Chefin der Marktfrau, dass nichts dran ist. Was war also wirklich geschehen?

Am ersten Samstag kamen etwa fünf Afrikaner, um das Angebot, das aus Resten besteht, zu kaufen. Die Marktfrau hatte nicht mehr viel davon, die Kunden zeigten ihre Enttäuschung, es fielen raue Worte auf beiden Seiten und einer schlug mit seinem Schlüssel gegen den Stand. „Es ging nichts kaputt“, erklärt die Inhaberin des Standes auf Nachfrage der Zeitung.

Beim zweiten Mal waren es rund 20 Afrikaner, die schon am frühen Morgen auf die Marktfrau warteten. „Als sie den Laden aufklappte, standen alle auf einmal da, reckten ihr Fünf-Euro-Scheine hin und machten lautstark auf sich aufmerksam, damit ja keiner übersehen wird“, schildert ein Zeuge, der ebenfalls auf dem Markt einen Verkaufswagen hat.

„Es war lustig anzuschauen, ging zu, wie auf einem Basar in Ghana. Alle zahlten, keiner hat sich daneben benommen“, so der Standnachbar. Auch Marktmeisterin Christa Wellisch bestätigt dies. Sie könne jedoch verstehen, dass die laute hektische Art der Kunden der Verkäuferin ein bisschen zu viel war und sie in Bedrängnis gebracht habe. In den Wagen eingedrungen sei niemand. Als das Angebot ausverkauft war, habe sie selber die Schubläden aufgezogen und gesagt, „da schaut‘s rein, alles leer“, wie der Standnachbar sagt.

Die Polizei war nicht informiert worden, wie Polizeichef Georg Deibl auf Nachfrage erklärt. „Dass 50 Schwarze in einen Verkaufswagen eindringen und Schubläden aufreißen – und keiner meldet das der Polizei – das ist sehr unwahrscheinlich.“

Der Standnachbar wie auch die Chefin der Verkäuferin berichten, dass sie nie Probleme mit Ausländern auf den Märkten haben. Manchem Kunden missfalle jedoch die quirlige Art der Afrikaner.kla

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