Unterreit-Grünthal – Eigentlich ist der „Mariel Sepp“ ein Grünthaler Urgestein und so fühlt er sich auch, obwohl er in Oberbierwang lebt und somit zur Gemeinde Babensham gehört. Pfarreimäßig gehört Oberbierwang aber immer noch zu Grünthal.
Auf dem Niedermaierhof erblickte Mariel im September 1933 das Licht der Welt und er wuchs auf dem elterlichen Hof mit sechs Geschwistern auf. Seine Mutter starb bereits, als er 13 Jahre alt war. Nach dem Schulbesuch in Grünthal – „unterm Krieg homma oft blos oi zwoatn Tog Schui ghobt, weil de Lehrer zweng warn“ meint er jetzt nachdenklich – wurde er zu Hause auf dem Hof gebraucht.
Erst mit 27 Jahren besuchte er die Landwirtschaftsschule und fand anschließend eine Anstellung im Tierzuchtamt als Zuchtwart. Bis zum Eintritt in den Ruhestand war er dort beschäftigt. Dort lernte er auch seine spätere Frau Therese, eine gebürtige Unterneukirchnerin, kennen. Es wurde Liebe daraus und im Jahr 1965 wurde geheiratet. Mit dem Bau des Eigenheimes am Ortsrand von Oberbierwang schuf er für das junge Eheglück und die daraus entstammenden Söhne Josef und Martin und die Töchter Ingrid und Christine ein wohlbehütetes Elternhaus. Auch Pflegesohn Alex durfte dort aufwachsen. Sehr am Herzen liegen dem Jubilar auch seine acht Enkelkinder, so war es besonders schwer für ihn, als drei Enkelkinder bereits im Kleinkinderalter starben.
Der Sepp ist ein naturverbundener Mensch. Seit seiner Jugend ist er Imker „do gibt’s immer wos zum toan und des hoit rüstig“. Schon als junger Bursch spielte er gerne Akkordeon, mit Beginn des Ruhestands holte ihn die Liebe zur Musik wieder ein. Gerne nimmt er daher auch aktiv an den Musikantentreffen in der weiteren Umgebung teil. Der Jubilar ist Mitglied beim Bienenzuchtverein Wasserburg und beim Gartenbau- und Seniorenverein in Grünthal. Zu seinem Geburtstag gratulierten auch der Zweite Bürgermeister von Babensham, Martin Manhart, sowie die Pfarrei und die Vereine. fim