Aktuelles Interview mit EHC-Präsident Wolfgang KLose

Das Ziel: 100 Zuschauer mehr pro Spiel

von Redaktion

Waldkraiburg – Aller guten Dinge sind drei. Ob dieser Spruch auch für die Oberliga-Mannschaft des EHC Waldkraiburg gilt? Am Freitag, 28. September, startet der Drittligist in Selb in die Saison, am Sonntag, 30. September, ist das erste Heimspiel gegen Weiden. Und diesmal geht der Vorstand größeres Risiko als in den Vorjahren. Um den starken Kader zu finanzieren, müssen die Zuschauerzahlen im Vergleich zum Vorjahr ansteigen, sagt EHC-Präse Wolfgang Klose im Interview.

Es gibt Leute, die sagen, der EHC gehe mit dem besten Kader seit vielen Jahren in die Oberliga-Saison. Was sagen Sie zu dieser Einschätzung?

Wir hoffen es. Wir haben dieses Jahr jedenfalls versucht, eine gute Mannschaft zusammen zu kriegen.

Ein starker Kader kostet Geld. Die EHC-Vorstandschaft stand in den vergangenen Jahren für große Ausgabendisziplin. Hat sich diese Philosophie mit der neuen Saison geändert?

Wir wollen ein interessantes Eishockey bieten. Und hoffen, dass die Zuschauer das honorieren. Wenn die Zuschauerresonanz so ist wie im ersten Jahr in der Oberliga sollten wir finanziell keine Probleme kriegen.

Nehmen die Zuschauer die Stärkung des Kaders an? Wie läuft der Vorverkauf?

Der Kartenvorverkauf ist in etwa so wie in den letzten zwei Jahren.

In der vergangenen Saison konnten die erfreulich hohen Zuschauerzahlen der Aufstiegssaison nicht gehalten werden. Welchen Schnitt braucht der Verein, um die Saison zu finanzieren?

Es sollten 100 bis 150 Zuschauer mehr pro Spiel kommen.

Was hat sich in Sachen Sponsoring getan?

Ein paar Sponsoren sind zwar weggefallen. Aber das konnten wir zu hundert Prozent ausgleichen. Wir haben sogar etwas mehr geschafft. Und wir sind noch an der Arbeit. Einen richtigen Hauptsponsor haben wir aber leider seit zwei Jahren nicht.

Was war die größte Herausforderung vor dieser Saison?

Die Vorbereitung war bisher uferlos. Wir konnten vor dem ersten Testspiel daheim gegen Erding keine Minute auf eigenem Eis trainieren. Seit der letzten Augustwoche waren wir fünfmal in Rosenheim, immer ab 9 Uhr abends. Zweimal waren wir in Klostersee. Für eine Oberliga-Mannschaft haben wir leider sehr schlechte Trainingsbedingungen. Vor den Spielen in Kitzbühel hatten wir keine Minute in Unterzahl oder Überzahl trainiert und treffen dann auf eine Mannschaft, die schon zehn Spiele hinter sich hat.

Das deutsche Eishockey hat im Februar mit Olympia-Silber den größten Erfolg seiner Geschichte erreicht. Profitiert eigentlich auch die Nachwuchsarbeit des EHC davon?

Uns hat das nichts gebracht. Wir merken davon nichts. Es bringt eher was für den Nachwuchs, wenn die eigene Mannschaft attraktiv spielt.

Wie ist die Jugendarbeit aufgestellt?

Wir sind in allen Altersgruppen vertreten, können heuer nur bei der U15 keine Mannschaft aufbieten. In dieser Altersstufe haben wir seit Jahren ein Loch. Letztes Jahr gab es noch eine Spielgemeinschaft mit Moosburg, aber die haben heuer allein eine Mannschaft gemeldet. Stark sind wir bei den Kleinen. Von unten rauf kommen wieder viele Kinder. Bei der U9 und der U11 sind 30 auf dem Eis. Da zahlt sich die intensive Arbeit aus.

Und oben in der Oberliga? Wie wird es ausgehen? Was ist drin in dieser Spielzeit?

Wir müssen den 8. Platz erreichen, um endlich in die Play-offs zu kommen. Ich hoffe, das schaffen wir auch.hg

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