Zum 95. Geburtstag von Jakob irl

Nur vom Haunthal nach Hundberg umgesiedelt

von Redaktion

Taufkirchen – Sei Hoamat is Taufkirchen und das seit 95 Jahren. Sein hoher Geburtstag war schon ein wenig turbulent, meint Jakob Irl ein paar Tage danach. „Sovui hom ogruafa oder san kemma, des war scho schön.“ Zu den Gratulanten gehörte auch der Dritter Bürgermeister Alfons Mittermaier, Pfarrvikar Emmeran Hilger, KSK-Kreisvorsitzender Franz Maier, KSK-Vorstand Konrad Stenger und der Vorstand des Maurervereins Kraiburg, Peter Christan.

Der Jokl ist im hohen Alter noch recht gesund und erzählt gern aus seinem langen Leben, das am 16. September 1923 auf dem Rauscherhof in Haunthal begann. Als Jüngster von 17 Kindern wuchs er dort auf und ging in Taufkirchen zur Schule. Nach der Schulzeit arbeitete er auf dem elterlichen Hof bis er 1942 an die Front musste. Bei Kriegsende kam er gesund nach Hause zurück.

Das Breitmeieranwesen in Hundberg wurde durch seine Heirat 1950 mit Monika Weindl zur zweiten Heimat. Tochter Monika und die Söhne Jakob, Alfons und Albert wuchsen in einem wohlbehüteten Elternhaus auf. Neun Enkel und vier Urenkel sind der Stolz des Opas.

Als Fahrer des Raiffeisenbulldogs sorgte der Jubilar in den Nachkriegsjahren für den Lebensunterhalt. Anschließend war er sechs Jahre mit der Dreschmaschine unterwegs, bevor er sich 1958 zum Maurer umschulen ließ. Seine Arbeitgeber waren bis zum Eintritt in den Ruhestand 1995 immer die Chefs der Baugeschäfte Binder in Taufkirchen und Kraiburg. Als Nebenerwerbslandwirt und Arbeiter war er im Gemeinde- und Kirchenleben aktiv. So war Irl 28 Jahre Obmann für Taufkirchen beim Tachertinger Brandunterstützungsverein, 22 Jahre Vorstand der KSK und 30 Jahre in der Kirchenverwaltung tätig, die letzten sechs Jahre als Kirchenpfleger für die Belange der Pfarrei mitverantwortlich. Auch der Georgiverein, die Feuerwehr, der Zimmererverein, der Seniorenclub und die Marianische Männerkongregation schätzen den Jokl als Mitglied sehr.

In seinem Leben musste er neben vielen Sonnentagen auch schwere Zeiten meistern. So starb Enkel Marcel bereits 1993, Ehefrau Monika 2008 und Sohn Jakob musste er im Jahr 2014 auf seinem letzten Weg begleiten. Sein starker Glaube half ihm über diesen schweren Abschnitt hinweg. Jetzt genießt er als Ruhestandler das Leben, macht tagtäglich kleine Spaziergänge und ist immer noch ein fleißiger Kirchgänger. „Mit der Arbeit is jetz aber aus“ stellt er schmunzelnd fest – mit Recht.fim

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