Aschau – Mindestens 80 Kabelkunden von Vodafone in Aschau waren auch gestern kommunikationstechnisch von der Außenwelt abgeschnitten. Eine Woche nachdem bei Baggerarbeiten ein Kabelstrang beschädigt worden war, konnten sie weder TV-Empfang, Internet-Zugang noch das Festnetz-Telefon nutzen. Erneut gingen deshalb Beschwerden in der Redaktion der Waldkraiburger Nachrichten ein.
„Seit Donnerstag ist wieder kein Mensch mehr auf der Baustelle. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich das Unternehmen bemüht, dass was voran geht“, ärgerte sich Martina Franz, eine betroffene Anliegerin in der Siedlung Am Steinbach, die sich gestern Vormittag meldete.
Vodafone-Konzernsprecher Volker Petendorf begründete dies am Mittag damit, dass noch Genehmigungen des zuständigen Bauamts fehlten. Zuständig ist das Landratsamt, weil die Bauestelle im Bereich der kreisstraße liegt. Das Unternehmen sei sehr wohl bemüht, dafür zu sorgen, dass die 80 Haushalte so schnell wie möglich wieder das Kabelglasfasernetz nutzen können. Er begründete den Stillstand an der Baustelle damit, dass noch immer die Aufgrabe-Genehmigung vom Bauamt fehle. Ohne diese Erlaubnis dürfe kein weiterer Tiefbau durchgeführt werden. Petendorf: „Sobald die Genehmigung vorliegt, werden unsere Technik-Spezialisten die Entstörung fortsetzen.“
Gestern um 17 Uhr kam dann die Mitteilung von Vodafone: „Alle erforderlichen Genehmigungen sind gegen 13 Uhr bei unserem Dienstleister Cableway eingegangen. Der Tiefbautrupp ist bereits wieder im Einsatz, um die Störung in Aschau zu beseitigen.“ hg