Waldkraiburg – Nach der ursprünglichen Planung war eine durchgehend dreigeschossige Bebauung ohne Balkone und ohne Tiefgarage vorgesehen, so Stadtbau-Geschäftsführer Götz Keßler, der im Stadtentwicklungsausschuss den überarbeiteten Entwurf vorstellte.
Die neue Planung sieht vor, sechs Einheiten als Maisonette-Wohnungen mit eigenem Eingang zu gestalten, in Richtung Süden mit einem Gartenanteil. Mit diesen etwa 120 Quadratmeter großen Wohnungen wird das Angebot an junge Familien erweitert.
Darüber sind im zweiten Obergeschoss Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit Terrassen vorgesehen. Dazu kommt ein viergeschossiger Kopfbau mit weiteren Wohnungen und Treppenhaus/Aufzug, über das die Wohnungen erschlossen werden.
Anwohner sind nach wie vor dagegen
Erklärtes Ziel der Stadtbau ist es, eine bunte Mischung an Haushalten und Altersstufen in dem Haus zu ermöglichen, Familien ebenso wie Alleinstehende, Ältere und Jüngere, frei finanzierte Mietwohnungen für Normalverdiener.
Die Abstandsflächen nach der Bauordnung werden Keßler eingehalten, der Stellplatznachweis wird vollständig mit der Tiefgarage erfüllt.
Die bestehende Garagenanlage soll abgebrochen werden. Zu den Hinweisen, im Untergrund würden sich noch Bunkerreste befinden, sagte Keßler: Bis auf eine Wand seien die Bunkerreste wohl vor dem Bau der bereits bestehenden Wohnanlage auf dem Areal entfernt worden.
Die überarbeitete Planung war zwei Tage vor der Ausschusssitzung den Anwohnern vorgestellt worden. Wie Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungsabteilung berichtete, sehen Anwohner das Vorhaben unverändert kritisch.
Sie wollen, dass am Kleincharakter des Gebietes festgehalten wird und favorisieren Einzelhäuser. Sie lehnen die Massivität des Stadtbau-Gebäudes ab und sind der Meinung, die Verkehrsbelastung sei nicht verträglich gelöst.
Diese Punkte werde man im Verfahren abarbeiten, so Schwunck, der eine rechtliche Überprüfung durch Gegner des Vorhabens nicht ausschließen wollte. Die Stadtverwaltung sei aber der Auffassung, dass das Bauvorhaben rechtskonform sei und die Entwicklung verträglich für das Umfeld.
Ausschuss steht hinter dem neuen Entwurf
Einstimmig hat sich der Ausschuss dieser Einschätzung angeschlossen. Der Entwurf für den Bebauungsplan für das Gebiet zwischen der Prießnitz- und Porschestraße wird nun entsprechend geändert und öffentlich ausgelegt.