Waldkraiburg-Pürten – Die „Obst-Schwemme“ macht in diesem Jahr auch vor dem Waldkraiburger Gartenbauverein nicht Halt und verlangt vom bewährten Obstpress-Team vollen Einsatz. Der Verein kann nicht mehr alle Anfragen bedienen, sagt Herwig Schnobrich, Vorsitzender des Vereins für Gartenbau und Landespflege.
Herr Schnobrich, heuer gibt es sehr viel Obst. Müsst Ihr daher mehr Liter pressen als in anderen Jahren?
Wir bedienen heuer zum 16. Mal unsere Obstpress- und Filtrieranlage. Im vorigen Jahr gab es extrem wenig Obst. Wir haben nur rund 4000 Liter Saft produziert. Vor zwei Jahren war es mit 22000 Litern schon sehr viel – aber heuer werden wir dieses Quantum überschreiten. Nach den bisherigen sechs Presstagen mit durchschnittlich 1500 Litern werden voraussichtlich noch rund zehn saftige Tage folgen.
Der Andrang ist also groß beim Obst pressen? Woher kommen die Interessenten?
Letzte Woche habe ich täglich mindestens 30 Anrufe gehabt. Ich hatte aber keine Termine mehr zu vergeben. Natürlich kommen die Obstlieferer auch aus der näheren Umgebung. Noch mehr Anfragen kamen jedoch von weiter her – von Neumarkt bis Taufkirchen, von Schwindegg/Buchbach bis Reischach.
Welches Obst wird geliefert?
Zu 90 Prozent pressen wir Äpfel, immer wieder auch Birnen und später kommen dann die Quitten dazu.
Seid ihr immer dasselbe Team? Wie lange dauert ein Presstag?
Wir sind ein Stamm-Obstpress-Team und freuen uns aber über eine gute Resonanz, weil uns auch immer wieder andere Leute gerne unterstützen. Rund zehn Stunden pressen wir an einem Tag – anschließend brauchen wir noch gut eine Stunde für das Reinigen und Sterilisieren.
Gab es wegen der Dauerbaustelle in Pürten Probleme?
Ein paarmal mussten wir wegen der Zufahrt die Termine verschieben, aber wir haben dies schon gemeistert.bac