Vom Installateur zum Pfarrvikar

von Redaktion

„Ich bin zwar neu im Landkreis, fühle mich aber dennoch schon heimisch“, bekennt Pater Walter Kirchmann. Seit Anfang September ist der 53-Jährige als Pfarrvikar im Pfarrverband Waldkraiburg tätig.

Waldkraiburg – Der Pater wohnt in der Mitbrüdergemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Waldwinkel. Die dortigen Mitbrüder sind ihm von verschiedenen Treffen her bereits seit Jahren bekannt, sodass sich das Gefühl von „daheim sein“ schnell einstellte.

Anders verhält es sich mit Land und Leuten außerhalb Waldwinkels. Da Walter Kirchmann nach eigener Darstellung gerne Herausforderungen annimmt, freut er sich auf seine neue Aufgabe und erklärt: „Momentan bin ich dabei, mich bei vielen Menschen und Einrichtungen vorzustellen“. Walter Kirchmann ist mit drei Geschwistern in Manching bei Ingolstadt aufgewachsen. Er absolvierte eine Lehre zum Elektroinstallateur, bevor er 1985 in den Orden eintrat. In Bamberg durchlief der heute 53-Jährige eine Ausbildung zum Erzieher und studierte anschließend in Benediktbeuern Sozialpädagogik und Theologie. Nach der Priesterweihe im Jahre 1999 wurde der Salesianerpater im Allgäu als Erzieher, Lehrer und Seelsorger eingesetzt. Die Verantwortung als leitender Pfarrer hatte er von 2003 bis 2008 in einer Augsburger Pfarreiengemeinschaft inne. „In gleicher Rolle bin ich auch in Würzburg von 2008 bis 2017 tätig gewesen“, erzählt Kirchmann von seinem bisherigen Werdegang.

Im letzten Schul- und Ausbildungsjahr wurde der „Neu-Waldkraiburger“ mit einer halben Stelle als Landpfarrer in der Nähe von Würzburg gebraucht und mit der anderen halben Stelle bekleidete er im Berufsbildungswerk Würzburg das Amt des Pastoralleiters.

Den Erfordernissen des Ordens entsprechend ließ sich Pater Walter Kirchmann nun gerne in den Pfarrverband Waldkraiburg versetzen. Als Pfarrvikar besitzt er zwar ein Büro im Pfarrhaus Christkönig, doch Verwaltungsarbeiten stehen für ihn kaum an, was der Salesianer als Vorteil ansieht. Der Pater will sich nämlich schwerpunktmäßig auf die Kinder- Jugend und Familienseelsorge konzentrieren. Dem Priester macht es gar nichts aus, immer wieder versetzt zu werden. Das Gegenteil ist der Fall. „Ich bleibe zwischen sechs und zehn Jahren an einer Stelle, dann zieht es mich meist magisch fort“, gesteht er. Ein zweites Geständnis gibt es von Pater Kirchmann gleich hinterher: Ihm ist sein „privates“ Leben in der Gemeinschaft in Waldwinkel wichtig. Von dort aus würde er dann sehr gerne in die pastorale Arbeit nach Waldkraiburg gehen.

Der Einführungsgottesdienst für die neu aufgestellte Seelsorge im Pfarrverband findet am Sonntag, 7. Oktober um 19 Uhr in der Pfarrkirche Christkönig statt. Dekan Pater Ulrich Bednara obliegt es, das „neue/alte“ Seelsorgeteam im Pfarrverband zu begrüßen und es den Gemeinden vorzustellen. Der Gottesdienst in Christkönig um 10.30 Uhr fällt an diesem Sonntag aus.

Das Seelsorgeteam

Waldkraiburg –Als Pfarrvikar übernimmt der Pater gemeinsam mit Pater Ulrich Heroven und Gemeindereferent Michael Wagner die seelsorgerische Betreuung im Pfarrverband. Die Salesianer Don Boscos stellen außerdem mit Pater Bernhard Stiegler den Pfarrverbandsleiter. Zum Seelsorgeteam gehören darüber hinaus die Religionspädagogin Christine Steinmaier sowie die Diakone Gregor Vorhauser und Christian Losbichler.huc

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