Waldkraiburg – „Flüchtlingskrise“ ist ein viel strapaziertes Wort, das Moni Bachmann-Wagner nicht mehr hören kann. Sie engagiert sich ehrenamtlich in der Asyl-Sozialarbeit und will das Resümée „ihrer erfolgreichen Flüchtlingsarbeit“ mit einer afghanischen Familie mit der Öffentlichkeit teilen, um anderen Ehrenamtlichen Kraft zu geben und Mut zu machen, wie sie sagt. Ihr Buch „Ja, ich bin ehrenamtlich, nicht blöd“ ist ab sofort bei Books on Demand (BoD) bestellbar. Die Afghanen lebten zuerst in der Erstaufnahme-Einrichtung in der Aussiger Straße und wohnen nun in Mühldorf. Bachmann-Wagner unterstützte sie, damit die Eltern Arbeit finden und die Kinder in die passenden Schulen kommen. So sei beispielsweise der 16-jährige Bub so begabt, dass er am Ruperti-Gymnasium hervorragende Noten schreibt und ein Stipendium erhielt. Nun hilft er als ehrenamtlicher Sprachlehrer aus, weil er etwas zurückgeben will. Selbst als der Familie die Abschiebung nach Kabul drohte, habe Bachmann-Wagner, die einen starken Glauben hat, nicht aufgegeben.
Mit ihrer positiven Lebenseinstellung sagt sie, „ich hätte das Doppelte geschafft, wenn mich nicht Ämter und Behörden gebremst hätten“. Die politisch angeheizte Hetze, etwa in den sozialen Medien, verwirre die Menschen. „Hass kann nur Hass ernten. Liebe dagegen erntet Liebe“ ist ihre Botschaft. Die Menschen sollten zusammenhalten und sich nicht spalten lassen.kla