Kaspar Stanggassinger
Als den „Heiligen der kleinen Leute“ bezeichnete Abt Petrus Höhensteiger Kaspar Stanggassinger im Festgottesdienst in der Garser Pfarr- und Klosterkirche. Der Redemptorist war vor 30 Jahren selig gesprochen worden.
Der „Heilige der kleinen Leute“
Gars – Zum Festgottesdienst anlässlich der Seligsprechung von Kaspar Stanggassinger vor 30 Jahren kam Benediktiner Abt Petrus Höhensteiger vom Kloster Schäftlarn nach Gars, um mit den Redemptoristen das Jubiläum zu feiern. Er hatte sich gründlich auf den Festgottesdienst vorbereitet und dabei im seligen Kaspar Stanggassinger einen Freund gefunden.
1899 wurde Kaspar Stanggassinger Direktor des in Gars neu gegründeten Seminars, verstarb jedoch im selben Jahr, am 26. September 1899, an den Folgen eines Blinddarmdurchbruchs mit nur 28 Jahren in Gars. Der „Heilige der kleinen Leute“, so der Benediktiner Abt, sei als Lehrer und Seelsorger entgegen des damalig üblichen autoritären Stils ein Wegbegleiter gewesen, der die persönliche Beziehung bevorzugte. „Er sprach eine einfache Sprache, die auch dem kleinen Mann von der Straße verständlich war.“ „Die Heiligen sind nicht deswegen heilig geworden, weil sie Wunder gewirkt, weil sie außerordentliche Offenbarungen hatten, sondern deswegen, weil sie treu waren im Kleinen,“ sei sein Leitgedanke gewesen. Und das habe auch in der heutigen Zeit Bestand. Abt Petrus Höhensteiger gestand, „Bis jetzt war der selige Kaspar Stanggassinger an mir vorbeigegangen. Bei meinen intensiven Vorbereitungen auf die heutige Messe bin ich seinen Wirkungsweg mitgegangen und habe auf der Suche nach dem seligen Kaspar Stanggassinger einen Freund gefunden.“ Stimmgewaltig und von Bläsern begleitet trug der Kirchenchor ganz entscheidend mit zum Festgottesdienst bei. Anschließend luden die Redemptoristen zu einen kleinen Empfang.