von Redaktion

Kindergarten muss wachsen Gemeinde will für Zukunft gewappnet sein

1,2 Millionen Euro für Aufstockung

Aschau – Die Gemeinde Aschau will sich für die Zukunft aufstellen – und für junge Familien gewappnet sein. Nach der Erweiterung der Kinderkrippe, die kürzlich abgeschlossen wurde, steht in logischer Konsequenz nun die Aufstockung des Kindergartens an. Derzeit gibt es eine Containerlösung für den Turnraum.

Zusätzliche Gruppenräume werden geschaffen, wie Stefan Kirchbuchner, Leiter der Verwaltung, auf Nachfrage der Zeitung erklärt. Die reinen Baukosten liegen seinen Angaben zufolge bei etwa 900000 Euro, mit Nebenkosten, Einrichtung und Außenanlagen liege man bei 1,2 Millionen Euro insgesamt.

Die Aufstockung erfolgt mit einer Satteldachkonstruktion. Planer Johann Schmuck präsentierte verschiedene Varianten, nachdem eine Pultdachvariante in einer früheren Sitzung nicht auf große Gegenliebe beim Gremium stieß.

Planer: Nicht an

Ostern beginnen

Der First werde laut Schmuck bei der Lösung mit dem Satteldach etwa einen halben Meter höher. Man bekommt eine große Glasfront und ein 30 Zentimeter langes Vordach. Laut Planer die harmonischste Variante, in Holzständerbauweise mit Mauerwerksergänzung errichtet.

Als „freundlichste Ansicht“ empfindet dies auch Gemeinderat Hans Baumgartner. Auf Nachfrage von Bärbel Bischoff erklärte der Planer, an der Aufteilung der Räume ändere sich nichts. Lukas Salzeder wollte nicht glauben, dass es nicht mehr kosten wird, wenn das Dach höher wird. „Obwohl es minimal mehr umbauter Raum wird, wird es nur unwesentlich teurer“, so Schmuck.

Der Baubeginn müsse mit dem Kindergartenbetrieb abgestimmt werden, erklärte er auf Günther Manz‘ Nachfrage. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt Schmuck, den Abbruch des alten Daches in den Ferien vorzunehmen – wegen der zeitlichen Abfolge der anschließenden Arbeiten am besten Pfingsten. Anschließend könne der Kindergartenbetrieb weitergehen, das offene Dach werde mit Planen bedeckt. Der neue Dachstuhl würde dann in den Sommerferien errichtet werden. Man müsse zügig an die Ausschreibung gehen. „Die Firmen sind voll“, so der Planer in der Sitzung.

Warum kann nicht schon in den Osterferien begonnen werden, wollte Bischoff wissen.

Kita möglichst

wenig stören

„Statik, Ausführungsplanung und Ausschreibung brauchen ihre Zeit. Und wer die Baufirmen unter Druck setzt, bekommt keine vernünftigen Preise. Außerdem würde sich die Phase der Beeinträchtigung des Kita-Betriebes verlängern, für die Arbeiten am neuen Dachstuhl brauchen wir die Sommerferien“, erklärte Johann Schmuck.

Baumgartner merkte an, manche Firmen haben noch offene Löcher in ihren Kalendern. Vielleicht könne man sich da ins Spiel bringen. Man sollte keine Zeit verlieren.

„Wenn eine Firma eher starten kann, werden wir sie nicht aufhalten, wenn die ein offenes Zeitfenster hat. Allerdings sind wir eh an die Ausschreibung gebunden“, gab Schmuck zu denken. Drei Monate müsse man für den Abbruch und den Rohbau rechnen – da muss man die Ferienzeit mitnutzen. Mit Ostern ziehe sich das halt über fünf Monate.

Baumgartner sagte, im August haben Baufirmen zum einen oft Betriebsurlaub und die Kindergartenferien sind kürzer als die Schulferien. „Aber es ist einfach weniger los. Ein Bereich der Krippe kann als Ausweichmöglichkeit genutzt werden“, so der Planer. Selbst bei einem Start an Ostern werde die Baustelle nicht eher fertig. Man sollte den Zeitraum vernünftig wählen, um den Kindergartenbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen. Natürlich könnte man ein paar Gewerke vorziehen, wie etwa den Anbau des Aufzuges.

Am Ende stimmte das Gremium geschlossen für diese Aufstockungsvariante.

Artikel 1 von 11