Auf einen Blick

Verkaufsoffene Sonntage

von Redaktion

Der sogenannte „Super-Samstag“ ist schon nach einem Jahr passé. Der Martinssonntag ist zurück. In diesem Jahr findet der vierte verkaufsoffene Sonntag am 11. November statt, im nächsten am 10. November, das gab Vorsitzender Willi Engelmann in der Jahreshauptversammlung der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk bekannt.

In diesem Jahr finden noch zwei verkaufsoffene Sonntage statt, am 21. Oktober der Mantelsonntag und am 11. November der Martinssonntag. Die Termine 2019 sind der 17. März (Josefi-Sonntag), der 5. Mai (Kunst und Kommerz), der 20. Oktober und der 10. November.

Die Rückkehr des Martinssonntag

Waldkraiburg – Die Jahreshauptversammlung der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk, der Vereinigung der Waldkraiburger Händler und Handwerker, offenbarte alte und neue Probleme. Erfreulich war, dass einige Neu-Mitglieder begrüßt werden konnten. Weniger Begeisterung rief die aktuelle Innenstadtentwicklung hervor.

Willi Engelmann blickte auf ein gemischtes Jahr zurück. Während der Josefimarkt, „Kunst und Kommerz“ und der Autosonntag erfolgreich gewesen waren, konnte der Versuch, statt des Martinssonntag einen Super-Samstag im November zu etablieren, nicht überzeugen. „Wir werden also in diesem Jahr wieder den Martinssonntag organisieren, auch wenn das der Horror-Termin meiner Frau ist“, lachte der Vorsitzende. Immerhin habe man je nach Witterung auch schon 500 Leute beim Martinsumzug gezählt.

Die Spendenboxen für den Tierheimneubau hätten in 18 Geschäften gestanden und bisher knapp 6000 Euro erbracht, die neue Homepage der Aktionsgemeinschaft, die Matthias Müller aufgesetzt hat, sei heuer online gegangen. Über die drei Neu-Mitglieder Hörgeräte Vitakustik, die Fahrschule Drive Inn und die Glaserei Tölg freute sich der Vorsitzende ganz besonders.

Weiter ging er auf die Weihnachts-Losaktion zugunsten der VfL-Jugendarbeit ein, die wieder 8000 Euro eingebracht habe. Der Vorschlag des VfL, statt der 100-Euro-Gutscheine einen Hauptpreis auszuloben und dafür die Einzelgutscheine auf 50 Euro zu reduzieren, stieß auf ein geteiltes Echo. Man will die genauen Vorstellungen des VfL abwarten.

Adi Schäftlmaier übt Kritik an der Genossenschaft

Ein Problem, das erneut auf den Tisch kam, war der Umkreis der zu öffnenden Geschäfte an den verkaufsoffenen Sonntagen. Adi Schäftlmeier berichtete, er habe eine Anfrage an das Landratsamt Altötting gestellt, warum es dort im Gegensatz zu Waldkraiburg genehmigt wird, dass Geschäfte weit vom Zentrum entfernt zu öffnen. Antwort habe es bisher keine gegeben.

Auch beim Ausblick aus seinem Geschäft könne er zurzeit nur den Kopf schütteln. „Wer genehmigt so etwas: die WSGW zerstückelt die Innenstadt, schafft Geschäfte in 1B-Lagen und was ist mit der Berliner Straße?“ Fath, Meindl, der Naturkostladen, die Rosenapotheke, alle wären aus der Haupt-Einkaufsstraße verschwunden. Das sei keine sinnvolle Stadtentwicklung.

Schatzmeister Dr. Andreas Holzapfel stellte den Kassenbericht 2017 vor. Obwohl unter dem Strich ein Minus von 2553 Euro gestanden habe, sei der Verein mit einem Vermögen von 8856 Euro immer noch gut aufgestellt. Der größte Posten waren wie immer Werbungskosten und Veranstaltungsausgaben.

Im Ausblick berichtete Adi Schäftlmeier von einem großartigen Autosonntag, der Stadtplatz würde am 21. Oktober bis auf den letzten Parkplatz voll sein mit regionalen Auto-Händlern. Für den Martinssonntag seien bisher neun Fieranten angemeldet, man werde vom Volksfestplatz zum Stadtplatz ziehen.

Einem Aufruf an die Mitglieder, sich an diesem Tag mit Ständen zu präsentieren, war leider niemand nachgekommen, bedauerte Engelmann, der aber zum Abschied einen kämpferischen Ausblick gab: 2019, wenn die Autobahn endlich fertiggestellt sei und die zahlreichen Wohnungen, die gerade entstehen – „mit den Menschen kommt auch die Kaufkraft, bis dahin müssen wir durchhalten!“

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