Die Geschichtstage des Landkreises beginnen. Am Beispiel der 2000-jährigen Geschichte des Markts Kraiburg lässt sich besonders gut zeigen, wie sich Veränderungen im Bereich Energie auf einen Ort und seine Bewohner auswirken.
Wer braucht a Schneid‘?
Kraiburg – Am morgigen Sonntag können sich die Besucher überraschen lassen, was die Mitglieder des Kulturkreises Kraiburg und die Heimatforscher aus der Region zu diesem Themenbereich „Energie schläft nie“ vorbereitet haben. Von 13 bis 15.30 Uhr heißt es in der Hammerschmiede in Maximilian „Selbst schmieden, dass die Funken fliegen“. Die Mitmachaktion und die Besichtigung des mit Fallhammer und Transmissionen ausgerüsteten, durch ein Mühlrad mit Wasserkraft betriebenen Denkmals der frühen Kleinindustrie organisiert der Kulturkreis Kraiburg.
Wenn das Taschenmesser „a neue Schneid“ braucht, dann ist ein Besuch in der Schusterschleif am Nussbichl mit der einzigen noch in Betrieb befindlichen Fassturbine Deutschlands angesagt. Ebenfalls von 13 bis 15.30 Uhr erklären die fachkundigen Betreuer um Rudi Ramisch nicht nur die technischen Zusammenhänge dieses durch Wasserkraft angetriebenen Denkmals, sie geben den mitgebrachten Messern auch wieder „a neue Schneid“.
Von 16 bis 18 Uhr gibt es im Bischof-Bernhard-Haus interessante Vorträge zu den Themen „Energie im Fluss – 2000 Jahre Innschifffahrt“, der Geschichte des Kraiburger Bahnhofs, der Elektrifizierung des Marktes oder zur Entstehung des Schlossbergkirchleins zu hören.
Den Abschluss des Kraiburger Energie-Nachmittags bildet ab 18 Uhr eine Wahlparty. rgr