von Redaktion

1250-Jahr-feier in Gars: Zeitkapseln bei Mittelschule und Gymnasium versenkt

Angela Schreier und Christine Schwarzenbeck (links) haben das Projekt geplant. Fotos wimmer

Handarbeit: Die Zeitkapseln wurden in einen vorbereiteten Schacht versenkt.

Zukunft und Vergangenheit

Gars – Ein Stück Verantwortung hat man der heute jungen Generation in die Hand gegeben, Verantwortung ihre Zukunft zu gestalten und sich genau in 50 Jahre wiederzutreffen um zu sehen wie sie mit dieser umgegangen sind.

Mit einem kleinen Festakt in der Aula der Mittelschule Gars und dem anschließenden Versenken von je einer Zeitkapsel auf dem Gelände der Mittelschule und des Gymnasiums, neigen sich die Aktivitäten rund um das 1250-jährige Bestehen der Marktgemeinde Gars am Inn langsam dem Ende zu.

„Für die Kinder von heute eine unvorstellbar lange Zeit, für die Kinder von damals schnell vergangene Jahre und für die Geschichte der Erde ein Wimpernschlag“, erklärte Pfarrerin Ruth Nun, die gemeinsam mit Pater Stautner den kirchlichen und ökumenischen Segen für die Zeitkapseln sprach.

Angela Schreier und Christine Schwarzenbeck, von der Idee Zeitkapseln zu versenken begeistert, planten binnen kürzester Zeit die Veranstaltung und wurden dabei neben der Gemeinde ganz wesentlich von den übrigen Familienmitgliedern der Schwarzenbecks unterstützt. So kümmerte sich Zeno Schwarzenbeck um die Bereitstellung der Kapseln. Angelika Schreier sorgte derweil mit ihren Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe für das leibliche Wohl der zahlreichen kleinen und großen Gäste.

Ihre Begeisterung, dass die Kinder von heute in genau 50 Jahren, dann vielleicht als Eltern und Großeltern, die Zeitkapseln wieder heben und einen Blick auf ihre Fantasien von damals mit ihren Nachkommen teilen werden, wussten sie auf die anwesenden Gäste zu übertragen.

Bürgermeister Norbert Strahllechner erinnert sich noch gut daran, als er als 15-Jähriger die 1200-Jahr-Feier erlebte. „Wenn wir heute unsere Vorstellungen von Gars in 50 Jahren, zusammen mit Zeitdokumenten der Gegenwart, der Erde übergeben, knüpfen wir ein Band in die Zukunft und bestärken unsere Kinder und Enkelkinder darin, ihre Gemeinde mitzugestalten, in die diversen Verantwortlichkeiten hineinzuwachsen und schließlich in 50 Jahren das Erreichte mit dem Vergangenen zu vergleichen.“

Auch Wolfgang Egger, Rektor der Grund- und Mittelschule, war voll des Lobes, das er, wie vorher schon die Organisatoren, ganz besonders in die Richtung der jungen Schülerinnen sendete, „die in ihrer Freizeit freiwillig dazu bereit waren Zeit in ihre eigenen Zukunft zu investieren“. Direktor Gunther Fuchs vom Gymnasium Gars hob den zufällig oder auch beabsichtigten Zeitstrahl hervor:

„Begonnen hat man das Festjahr mit Blick auf die vergangenen 1250 Jahre, zum Ende des Jahres richtet man nun den Blick in die Zukunft“, erklärte er.

Engagiert und zur Freude der Gäste trug eine Gruppe des Kindergartens „St. Antonius“ musikalisch und gesanglich zum Gelingen bei, eine Gruppe der Mutter- Kind-Gruppen von Christine Schwarzenbeck folgte diesem Beispiel mit einem gleichfalls gut einstudierten gesanglichen Beitrag.

Im zweiten Teil wurde es praktisch, Rektor Wolfgang Egger versenkte die Zeitkapsel der Mittelschule im vorbereiteten Schacht, unterstützt wurde er von der Geistlichkeit und den weltlichen Würdenträgern sowie von kleinen und großen Gästen beim Hinterfüllen des Aushubes.

Aufseiten des Gymnasiums bewies Direktor Gunter Fuchs sein handwerkliches Geschick, nur mit Mühe konnte er bei den Arbeiten auf seinem Gelände von Hammer und Schaufel getrennt werden, um eben auch hier den geistlichen und weltlichen Würdenträgern und anwesenden Gästen, wenn auch nur kurzfristig, die Schaufel zu überlassen. Man hätte Herrn Fuchs sicherlich an der Baustelle versorgen müssen, wäre der Aushub umfangreicher gewesen. Zu den Klängen auf einem Akkordeon, perfekt von einem Schüler des Gymnasiums gespielt, war dieser nicht mehr zu bremsen und schaufelte auch das letzte Krümmelchen Aushub zurück auf seinen ursprünglichen Platz. Gute Aussichten also für den in naher Zukunft anstehenden Erweiterungsbau des Gymnasiums, sollte hier ein Bagger defekt werden, befindet sich leistungsgleicher Ersatz in unmittelbarer Nähe.

Artikel 10 von 11