von Redaktion

Gemeinderat Aschau Rücktritt sorgte noch einmal für Diskussionen

Weyrich wird für Oswald nachrücken

Aschau – Christian Weyrich wird aller Voraussicht für Siegfried Oswald in den Aschauer Gemeinderat nachrücken. Das hat das Gremium in der jüngsten Sitzung einstimmig festgestellt. Die Neubesetzung des Amtes war notwendig geworden, weil Oswald in der vorangegangenen Sitzung seinen Rücktritt erklärt hatte (wir berichteten).

Die erste Nachrückerin auf der CSU-Liste, Gabi Reiter, hatte die Übernahme des Amtes aus beruflichen und persönlichen Gründen schon im Vorfeld abgelehnt, so dass jetzt der 39-jährige Weyrich als Nächstplatzierter auf der CSU-Liste aufrückt.

Sofern er die Wahl offiziell annimmt – er hatte dazu bereits seine Bereitschaft erklärt – , wird er in der November-Sitzung des Gemeinderates vereidigt.

Die notwendigen formalen Beschlüsse hat der Gemeinderat in dieser Angelegenheit alle einstimmig gefasst. Seit Beginn der laufenden Amtsperiode (2014 bis 2020) braucht es keine zwingenden Gründe mehr, um ein kommunales Wahlamt niederzulegen oder nicht anzunehmen.

Der 68-jährige Oswald hatte in der Sitzung Anfang des Monats persönliche, gesundheitliche und politische Gründe für seinen Schritt angegeben und dabei insbesondere Bürgermeister Alois Salzeder scharf kritisiert.

Das wollte Günther Manz (AWG) nicht unkommentiert lassen. Manz sprach von „Nachtreten“ gegen den Bürgermeister. Er halte diese Angriffe für „nicht in Ordnung“. Man mache nicht zwei Dienstaufsichtsbeschwerden und wundere sich dann, dass sich das Klima im Gemeinderat verschlechtere, so Manz an die Adresse Oswalds.

Dritte Bürgermeisterin Daniela Reingruber (CSU) nahm den ehemaligen Fraktionskollegen in Schutz. ES sei absolut in Ordnung, Kritik zu üben.

Fraktionssprecher Thomas Wintersteiger (CSU) dankte Oswald für desen Engagement für die Gemeinde.

Es habe viele Diskussionen und knappe Abstimmungen gegeben, meistens gegen Oswald, so der Bürgermeister. Dieser habe erklärt, er könne sich mit seiner Meinung nicht durchsetzen und wolle Platz für einen Jüngeren machen. Und Salzeder setzte hinzu: Man könne seine Meinung „auch sachlich bringen“.

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