von Redaktion

Bis Ende 2019 werden in der Erzdiözese München-Freising keine neuen Seelsorgestellen besetzt. Für den Pfarrverband Waldkraiburg bedeutet dies, dass eineinhalb freie Stellen auch im nächsten Jahr vakant bleiben. Vor diesem Horizont hat das Hauptamtlichen-Team kürzlich Aufgaben und Zuständigkeiten neu verteilt.

Wer macht was im Pfarrverband

Waldkraiburg – Mit Pastoralreferentin Maria Gleißl vom „Regionalteam Nord“ hatte sich das Team der hauptamtlichen Seelsorger im Pfarrverband Waldkraiburg in Waldwinkel zur Klausurkonferenz getroffen. Die pastorale Mitarbeiterin von Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger habe aus ihrer Erfahrung und Perspektive wichtige Impulse setzen können, so Pater Bernhard Stiegler, der den größten Pfarrverband im Landkreis seit dem Abschied von Pfarrer Garmaier im Jahr 2015 als Administrator leitete und vor wenigen Wochen offiziell als Pfarrverbandsleiter eingeführt wurde.

Umstrittenes

Moratorium bei Stellenbesetzung

Ein Thema war in dieser Runde ein Bescheid aus dem Personalressort im Ordinariat, mit dem Hinweis, dass bis Ende 2019 keine neuen Seelsorgestellen besetzt werden. Angefragt wurde unter anderem die Sinnhaftigkeit dieses Moratoriums.

Denn dies bedeutet für den Pfarrverband Waldkraiburg, dass die freien eineinhalb Stellen auch im kommenden Jahr nicht besetzt werden, selbst wenn sich Bewerber dafür melden würden.

Maria Gleißl begründete die Entscheidung damit, dass das Moratorium für die Zeit erlassen wurde, bis die neue Pastoral- und Personalplanung für die gesamte Diözese fertig gestellt sei.

Weitere Themen waren die Bedeutung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pfarreien, denen eine entsprechende Anerkennung und Wertschätzung zuerkannt werden soll. Maria Gleißl berichtete von Erfahrungen mit neuen Leitungsmodellen in der Diözese, in die auch Ehrenamtliche einbezogen sind.

In Zukunft werden Mitglieder der Pfarrgemeinderäte die Seelsorger und Seelsorgerinnen unter anderem dadurch entlasten, dass sie Jubilare bei hohen Geburtstagen im Namen der Pfarrei die Segenswünsche überbringen!

Auch im Bereich der Jugendarbeit und Betreuung von Ministranten übernehmen ehrenamtliche Laien (Helga Manstetter, Siegfried Ertl, Andreas Wachter und Max Anzinger) Aufgaben gemeinsam mit Hauptamtlichen.

Das geht aus einem Organigramm hervor, dass bei der Konferenz erarbeitet wurde. Nach dem Abschied von Pater Liwinski und der Einführung von Pater Walter Kirchmann als neuer Pfarrvikar wurden die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im Hinblick auf die verschiedenen Aufgabenschwerpunkte der Seelsorge in den vier Pfarreien mit insgesamt rund 12500 Katholiken neu geregelt. (Siehe Gesamtübersicht, die die vielfältigen Erfordernisse und Einsätze der Seelsorger und die verantwortlichen Ansprechpartner aufzeigt.)

Die Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im seien damit im Hinblick auf die pastoralen Herausforderungen und die tatsächlichen personalen Ressourcen weitgehend geklärt. „Mögliche Synergien und die vorhandenen Charismen können auch in Zukunft möglichst gut eingesetzt werden.“

Pfarrverband will Pastoralkonzept

erarbeiten

Die Erarbeitung eines Pastoralkonzeptes für den gesamten Pfarrverband soll mit Unterstützung der entsprechenden Fachberatung des Ordinariats in nächster Zeit angegangen werden.re/hg

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