Gemeinderat GarS: Bei Friedhofspflege auf Grabbesitzer angewiesen
Wohnungsgröße geht Markt nichts an
Gars – Vom Friedhof bis zum Volksfest reichte die Themenpalette in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Einige Bürger äußerten in der Fragestunde die Ansicht, dass der Garser Friedhof einen ungepflegten Eindruck mache.
Bürgermeister Norbert Strahllechner stellte dazu fest, dass man vonseiten der Gemeinde auf die Mitarbeit der Grabbesitzer zählen müsse, da der Bauhof allein mit den immer wieder anfallenden Säuberungsarbeiten im Einzelnen überfordert sei. Gleichwohl würden die Mitarbeiter angewiesen, notwendige Arbeiten zeitnah durchzuführen.
Ein Bauantrag zum Neubau eines Achtfamilienwohnhauses mit Tiefgarage und Stellplätzen in der St.-Ulrich-Straße wurde nach kontroverser Diskussion gegen drei Stimmen bewilligt. Meinungsverschiedenheiten hatten sich hinsichtlich der Einteilung der Wohnungen ergeben, wobei Strahllechner darauf hinwies, dass sich die Entscheidungsbefugnis der Gemeinde auf rein baurechtliche Belange beziehe und dass eine bauliche Verdichtung durchaus im Sinne einer heute notwendigen Reduzierung des Baulandverbrauches sei. Erforderliche Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Volksfestwiese“ wurden erteilt.
Mit der Maßgabe, dass die Zufahrt über eine erstellte Erschließungsstraße erfolge, wurde ein Bauantrag zur Errichtung einer Lagerhalle in Lengmoos einstimmig gebilligt.
Dem Gemeinderat lag ein Antrag des Sozialen Netzwerks SoNNe e.V. auf Gewährung eines Zuschusses vor. Gemeinderat und Bürgermeister waren sich darin einig, dass die Arbeit des Vereins sehr positiv zu sehen ist und dass besonders ältere Mitbürger von ihr profitieren. Daher wurde einstimmig beschlossen, für die Jahre 2018 bis 2020 einschließlich jeweils einen Betrag von 0,50 Euro pro Einwohner zu bewilligen.
Förderkredit für Oberschätzlhaus aufgenommen
Strahllechner teilte mit, dass die Gemeinde einen zinsverbilligten Förderkredit in Höhe von 670000 Euro zur Teilfinanzierung des Ersatzneubaus Oberschätzlhaus aufnehme.
Auf Nachfrage von Gabi Grundner, teilte der Bürgermeister mit, dass man sich nach den bekannten Querelen um die Vertragserfüllung beim vergangenen Volksfest mit der Festwirtfamilie Hanetzok geeinigt habe: In den Jahren 2019 bis 2021 solle ihr die Funktion wieder zukommen, allerdings sei das Jahr 2019 als „Bewährungsjahr“ anzusehen.