von Redaktion

Der voll besetzte große Saal im Bischof-Bernhard-Haus bestätigte das Interesse beim Festabend zum 50-jährigen Bestehen der Kraiburger Bergwandergruppe. Zugleich wurden bei der Feierlichkeit die Errichtung des Gipfelkreuzes auf dem Sonneck vor 40 Jahren sowie die Ernennung zur Ortsgruppe in der DAV-Sektion Mühldorf vor drei Jahrzehnten miteingebunden.

Der Körper braucht Kalorien zum Kraxeln – hier in Form der Jubiläumstorte, die TV-Vorstand Werner Schreiber mit Johannes Fischer (Vorsitzender der BWG) anschnitt.

„Gipfel-Besteigung“ in Kraiburg

Kraiburg – „Hohe Ziele – gemeinsam“ – lautete das Motto des Abends, den die „Bergmusikanten“ schwungvoll einläuteten. Die kräftigen Stimmen der Liedertafel unter der Leitung von Shannah Hiemesch deuteten ebenso das Thema an mit ihrem Eingangslied „Wir Kameraden der Berge“.

Johannes Fischer als Bergwandergruppen-Vorsitzender freute sich über den sehr guten Besuch und erwähnte, dass unzählige Gipfelrouten, Skitouren oder schöne Bergerlebnisse in diesem halben Jahrhundert der BWG unternommen wurden, die genau am 27./28. Oktober 1968 gegründet wurde.

„Bergwandern in der Natur ist Balsam für Körper, Geist und Seele“, machte TV-Vorstand Werner Schreiber in seinem Grußwort deutlich. „Es ist ein Freizeiterlebnis, das fast nichts kostet oder ein Rezept ohne Gebühren und fasziniert immer wieder“, so Schreiber, der die Leistungen der BWG-Vorstände würdigte und mit einer Geburtstagstorte des TV gratulierte.

Mit dem Thema der Geschichtstage „Energie schläft nie“ verglich Bürgermeister Dr. Herbert Heiml auch die Bergwandergruppe, die Außergewöhnliches geleistet, Lebensfreude verbreitet und Energie gezeigt hat. „Soziale Energie ist wichtig – im Vereinsleben und in der Gemeinde“, dankte Heiml auch allen Akteuren.

Eine eindrucksvolle zurückblickende Diaschau von „Bergwander-Urgestein“ Sepp Brandl begeisterte das Publikum, das oftmals den Atem anhielt in Anbetracht der faszinierenden Aufnahmen. „Hoch hinaus und steil hinab“ ging es manchmal dabei – auch schon vor Jahrzehnten. In verschiedenen Alpenregionen war die Kraiburger Bergwandergruppe sehr oft unterwegs – ob Tauern, Tennengebirge, Ötztal oder Steinernes Meer, Ortler und Wallis – alles wurde schon bestiegen. Brandl erinnerte in Bildern auch an Franz Maier, Max Schleißheimer, Toni Oberberger oder Schorsch Stenger, nicht wegzudenken von der BWG.

Brandls Film „Unser Gipfelkreuz“ war ebenso beeindruckend und zeigte den Werdegang von der Anfertigung durch Schorsch Jackl über die Vorbereitungen und Errichtung am Berg „Sonneck“ im Wilden Kaiser bis hin zur Einweihung durch „Bergpfarrer“ Werner Giglberger am 17. September 1978.

Mit „Heast as net“ und weiteren „Melodien der Berge“ gratulierte nun die Liedertafel, wobei auch das eindrucksvolle „La Montanara“ nicht fehlen durfte.

Johannes Fischer bezeichnete das Gipfelkreuz auch als Erinnerung der Kraiburger Bergsteiger für die Nachwelt.

In seinem Bildervortrag „Die Bergwandergruppe heute“ hob er ein breit gefächertes Jahresprogramm mit 30 bis 40 Touren heraus. Von der Winterwanderung ab dem ersten Schnee, über Rodel-, Ski- oder Skihochtouren, Schneeschuh-, Familien- oder auch Seniorenwanderungen, Bergwanderungen oder Kletter- und Hochtouren bis hin zu den Sonnwendfeiern und der Bergmesse. Fischer erwähnte auch die Achttausender-Besteigung von Gerhard Seidl im Jahr 2002, die Aus- und Weiterbildungen oder das Ferienprogramm.

Artikel 3 von 11