Waldkraiburg – 166 Kinokarten verschenkte die AOK beim Stopp der bayernweiten Selbsthilfetour „Demenz verstehen“ im Cinewood.
Demenz ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, an der rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden. Jedes Jahr erhöht sich die Anzahl um etwa 40000. Wenn ein Angehöriger betroffen ist, stellt dies für das Umfeld meist große emotionale und organisatorische Herausforderungen dar. Die AOK Bayern will bei der Aufklärung dieses Themas helfen und startete gemeinsam mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft eine Filmtour durch bayerische Kinos, um über Angebote und Hilfen, wie spezielle Schulungs- und Beratungs-angebote sowie die Möglichkeit der Teilnahme an Selbsthilfegruppen zu informieren.
Im Kino Cinewood wurde der preisgekrönte Film „Vergiss mein nicht“ gezeigt. Darin begleitete der Dokumentarfilmer David Sieveking seine an Demenz erkrankte Mutter Gretel. Kritiker sagen, der Film sei eine Liebeserklärung an das Leben und die Familie – eine Reise in die Vergangenheit seiner Eltern, dem Schlüssel seiner eigenen Geschichte.
In der anschließenden Expertenrunde diskutierten, unter der Moderation von AOK-Pflegeberaterin Ingrid Wachinger, Alexandra Nettelnstroth vom Selbsthilfezentrum im Haus der Begegnung in Mühldorf, Irmgard Linz von der Waldkraiburger Selbsthilfegruppe demenzkranker Angehöriger und Maria Lehner von der Alzheimer Gesellschaft Altötting über die Krankheit und Hilfsangebote in der Region.
Wachinger zeigte sich von dem großen Interesse begeistert: „Es freut mich, dass unser Angebot so viele Menschen zum Besuch unserer Kinotour bewegt hat.“
In einer anonymen Befragung zeigten sich die Zuschauer zufrieden mit dem Abend und wünschten sich weitere Veranstaltungen zu gesundheitlichen Themen in diesem Rahmen.re