Kraiburg – Ab sofort kann in Maximilian im Bereich des Bebauungsplanes „Bruckhäusln“ uneingeschränkt gebaut werden. Das ist die Nachricht hinter dem Bauantrag einer Bauherrin, die in der Bischof-Bernhard-Straße ein Wohnhaus mit Garage bauen möchte. Bisher hatte das Wasserwirtschaftamt stets Ausgleichsmaßnahmen in Sachen Hochwasserschutz gefordert, wenn in diesem Bereich ein Bauantrag gestellt wurde.
Bei diesem Bauantrag hat das Amt keine Bedenken, da durch den neuen Damm der Hochwasserschutz für das HQ 100 bereits hergestellt ist. Da sich der Antrag an die Vorgaben des Bebauungsplanes hält, hätte er im Freistellungsverfahren durchgewunken werden können. Bürgermeister Dr. Herbert Heiml hat diesen Bauantrag sicher nicht ohne Grund auf die Tagesordnung des Marktgemeinderates genommen.
Er wollte es sich nicht nehmen lassen, zu verkünden, dass mit der uneingeschränkten Genehmigung dieses Bauantrages das Bauen in dem Überschwemmungsgebiet ohne zusätzliche Auflagen möglich ist.
„Der Damm gilt als sicher und damit ist das Thema Hochwasser hier für alle erledigt“, so Heiml.
Dabei verwehrte er sich gegen den Vorwurf, dass der Bau des Dammes zu lange gedauert habe. Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz erinnerte er daran, dass auch der Wanklbach ein Gefahrenpotenzial darstelle. Er erinnerte an die Hochwasserkatastrophen im niederbayerischen Simbach sowie aktuell in Italien.
Daher war er auch sehr erfreut, dass das Wasserwirtschaftsamt auch hier Abhilfe schafft. Allerdings gab er zu, dass er überrascht sei, dass „die dort so massiv unterwegs sind“.
In diesem Zusammenhang sagte er, dass am Wanklbach viel Holz gelagert werde. Die Gemeinde habe daher alle Anlieger angeschrieben, dass sie das Holz wegen der Gefahr, dass es weggeschwemmt und großen Schaden in der Marktgemeinde anrichte, in sicherem Abstand lagern sollen.